Wasserqualität in Frankfurt (Main)

Wasserhärte in Frankfurt am Main

10,7513,9 °dH

mittel · 4 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Frankfurt am Main hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Frankfurt liegt je nach Versorgungszone zwischen 10,75 und 13,9 °dH. Alle vier Zonen von Mainova und Hessenwasser fallen damit in den Härtebereich mittel. Geprüft werden dafür rund 80 Parameter.

Frankfurt hat keinen einheitlichen Wert: Der niedrigste stammt aus der Pendelzone Friedberger Landstraße, der höchste aus Sachsenhausen und Oberrad. Alle Zahlen sind Mittelwerte veröffentlichter Spannen.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

13,9°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,5. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

mittel

Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Frankfurt am Main, Nord (OV)
10,95
°dH · mittel
nördliches Stadtgebiet, Zonenkennung OV im Hessenwasser-Bericht
Pendelzone Friedberger Landstraße (OVF)
10,75
°dH · mittel
Übergangsbereich entlang der Friedberger Landstraße, aus wechselnden Richtungen gespeist, Zonenkennung OVF
Sachsenhausen Berg- und Talzone und Oberrad (SR)
13,9
°dH · mittel
Sachsenhausen in Berg- und Talzone sowie Oberrad, südlich des Mains, Zonenkennung SR
Nieder-Erlenbach (ER)
11,55
°dH · mittel
nördlichster Stadtteil Frankfurts, eigene Versorgungszone, Zonenkennung ER

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

4 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Frankfurt am Main nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Mainova AG / Hessenwasser GmbH & Co. KG.

ParameterFrankfurt am Main, Nord (OV)Pendelzone Friedberger Landstraße (OVF)Sachsenhausen Berg- und Talzone und Oberrad (SR)Nieder-Erlenbach (ER) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH10,9510,7513,911,55Mineralstoff
Calciummg/l39,8545,3574,1567,55Mineralstoff
Magnesiummg/l23,2519,215,3512,55Mineralstoff
Kaliummg/l2,052,23,351,8Mineralstoff
Natriummg/l9,8512,5522,1514,55200 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l15,7512,57,912,150 32 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l14,8526,9568,822,9250 28 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l17,322,5543,333,05250 17 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,717,747,647,766,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm4023785854502790 21 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<0,05<0,1<210 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,02<0,005<0,001<0,052 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<1<1<0,420 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l0,351,250,35<0,610 13 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<0,1<0,5<110 unter Bestimmungsgrenze
Summe PFAS-20µg/l0,0015<0,0020,0310,1 31 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/l<0,5<0,50,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Frankfurt am Main, Nord (OV), Stand 2025 · Pendelzone Friedberger Landstraße (OVF), Stand 2025 · Sachsenhausen Berg- und Talzone und Oberrad (SR), Stand 2025 · Nieder-Erlenbach (ER), Stand 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

4 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 4 Zonen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Aus dieser Geschichte ist ein Grundzug geblieben, der das Frankfurter Trinkwasser bis heute prägt: Es kommt nicht aus einer Quelle, sondern aus vielen. Die Hessenwasser GmbH & Co. KG stellt es der Mainova AG aus regionalen Quellen, Brunnen und Stollen in und um Frankfurt bereit, über ein Netz miteinander verbundener Wasserwerke. Rund um Quellen, Brunnen und Stollen liegen Wasserschutzzonen, dazu kommen eigene Trinkwasserschutzgebiete wie „Stadtwald" und „Wasserwerk Berkersheimer Weg". Weil das Wasser aus verschiedenen Richtungen ins Netz läuft, ist das Stadtgebiet in Versorgungsgebiete unterteilt — und deshalb gibt es für Frankfurt keinen einzelnen Härtewert. Auf dieser Seite stehen vier Zonen mit vier eigenen Analysen. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Härte, sondern in der gesamten Zusammensetzung.

Warum jede Zahl auf dieser Seite ein Mittelwert ist

Weil Hessenwasser für Frankfurt keine Punktwerte veröffentlicht, sondern Spannen. Für die Nordzone steht im Bericht 10,0 bis 11,9 °dH, für die Pendelzone Friedberger Landstraße 9,8 bis 11,7, für Nieder-Erlenbach 10,2 bis 12,9 und für Sachsenhausen 13,2 bis 14,6. Was in unserer Tabelle steht, ist jeweils die Mitte dieser Spanne.

Das ist kein Versäumnis des Versorgers. In einem Netz, in dem mehrere Wasserwerke auf dieselben Leitungen arbeiten, verschiebt sich das Mischungsverhältnis mit der Jahreszeit und mit dem Verbrauch. Eine Spanne beschreibt die Realität an einer Adresse ehrlicher als eine Kommazahl. Für Sie heißt das zweierlei: Der Wert an Ihrem Hahn kann um rund ein Grad nach oben oder unten abweichen. Und wo eine Spanne über eine gesetzliche Grenze reicht wie in Sachsenhausen, ist die Einordnung in eine Härtestufe eine Momentaufnahme, keine Eigenschaft des Stadtteils.

Wie sich das auswirkt, zeigt Nieder-Erlenbach. Wir rechnen jeden veröffentlichten Härtewert gegen die angegebenen Calcium- und Magnesiumgehalte gegen. Auf den Spannenmitten kommt diese Gegenprobe für Nieder-Erlenbach auf 12,35 °dH statt der ausgewiesenen 11,55 — am oberen Ende der Spanne dagegen stimmt sie fast auf die Kommastelle.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Frankfurt am Main auf Rang 120 — weicher als 51 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Frankfurt am Main · 13,9 °dH

Vier Zonen, vier verschiedene Wässer

Der Unterschied zwischen den Frankfurter Zonen ist größer, als die Härtezahlen vermuten lassen. Die Nordzone enthält 39,85 mg/l Calcium und 23,25 mg/l Magnesium. In Sachsenhausen und Oberrad sind es 74,15 mg/l Calcium und 15,35 mg/l Magnesium. Beide Zonen liegen im Härtebereich mittel, doch das Mineralbild ist ein anderes: im Norden vergleichsweise viel Magnesium neben wenig Calcium, im Süden das Calcium klar in der Mehrheit.

Die übrigen Werte gehen in dieselbe Richtung. Sulfat liegt bei 14,85 mg/l im Norden und bei 68,8 mg/l in Sachsenhausen, Chlorid bei 17,3 gegenüber 43,3 mg/l, Natrium bei 9,85 gegenüber 22,15 mg/l. Die elektrische Leitfähigkeit, die den gesamten Gehalt gelöster Salze abbildet, reicht von 378 µS/cm in der Pendelzone bis 585 µS/cm in Sachsenhausen. Das sind zwei verschiedene Grundwässer, nicht zwei Messungen desselben.

Spurenstoffe: was gemessen wurde und was fehlt

Die ausgewiesenen Spurenstoffe liegen deutlich unter ihren Grenzwerten, aber nicht alle sind ausgewiesen. Für PFAS meldet der Bericht die Summe aus zwanzig Einzelverbindungen: 0,031 µg/l in Sachsenhausen und Oberrad, 0,0015 µg/l in der Nordzone, in der Pendelzone unterhalb der Bestimmungsgrenze von 0,002 µg/l. Der seit Januar 2026 geltende Grenzwert für diese Summe beträgt 0,1 µg/l.

Nicht ausgewiesen ist die Summe der vier besonders bewerteten PFAS, für die ab Januar 2028 ein eigener, strengerer Grenzwert von 0,02 µg/l gilt. Keiner der vier Frankfurter Berichte enthält diese Zeile, und aus der Zwanzigersumme lässt sie sich nicht ableiten. Wer wissen will, wie Frankfurt zum kommenden Grenzwert steht, kann das aus den heute veröffentlichten Unterlagen nicht beantworten.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Was hinter dem Hausanschluss in Frankfurt am Main passiert

Die Zuständigkeit von Mainova und Hessenwasser endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter — und dazu kann keine Zonenanalyse etwas sagen. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen: Das alles entsteht hinter der Übergabestelle, gleich ob Sie in Bornheim oder in Oberrad wohnen.

Drei Handgriffe helfen praktisch:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen — in Frankfurter Altbauten nicht auszuschließen — eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse tatsächlich sinnvoll, weil die Zonenwerte des Versorgers dazu nichts hergeben.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Frankfurt bedenkenlos trinken?

Ja. Alle vier Frankfurter Versorgungszonen halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein — bei Nitrat, bei Uran, bei den Schwermetallen und bei der PFAS-Summe. Rund 80 Parameter werden dafür geprüft.

Der übliche Vorbehalt gilt in Frankfurt wie überall: Die Verantwortung von Mainova und Hessenwasser endet am Hausanschluss. Was danach passiert, hängt an der Installation Ihres Hauses. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken.

Wie hart ist das Wasser in Frankfurt?

Zwischen 10,75 und 13,9 °dH, abhängig von der Versorgungszone: Pendelzone Friedberger Landstraße 10,75, Nordzone 10,95, Nieder-Erlenbach 11,55, Sachsenhausen und Oberrad 13,9 °dH. Alle vier liegen im Härtebereich mittel, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz von 8,4 bis 14,0 °dH definiert.

Die Werte sind Mittelwerte veröffentlichter Spannen. An Ihrer Adresse kann die Härte um etwa ein Grad davon abweichen, je nachdem, welche Wasserwerke gerade ins Netz einspeisen.

Woher kommt das Trinkwasser in Frankfurt?

Aus regionalen Quellen, Brunnen und Stollen in und um Frankfurt. Die Hessenwasser GmbH & Co. KG gewinnt und liefert es, die Mainova AG verteilt es im Stadtgebiet. Dahinter steht ein Verbund mehrerer Wasserwerke, die untereinander vernetzt sind.

Geschützt werden die Gewinnungsgebiete durch Wasserschutzzonen rund um Quellen, Brunnen und Stollen sowie durch eigene Trinkwasserschutzgebiete, darunter „Stadtwald" und „Wasserwerk Berkersheimer Weg". Der Frankfurter Stadtwald ist damit zugleich Landschaftsschutz- und Trinkwasserschutzgebiet.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Frankfurt trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Frankfurter Leitungswasser geeignet. Das Nitrat liegt je nach Zone zwischen 7,9 und 15,75 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l, Uran zwischen 0,35 und 1,25 µg/l bei einem Grenzwert von 10 µg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist das Wasser in allen Frankfurter Stadtteilen gleich?

Nein. Frankfurt ist in Versorgungsgebiete unterteilt, und die unterscheiden sich deutlich. Zwischen der Pendelzone Friedberger Landstraße und Sachsenhausen liegen gut drei Grad deutscher Härte, beim Calcium fast das Doppelte, beim Sulfat mehr als das Vierfache.

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, können Sie bei Mainova über die Härte-Auskunft zur Straße nachsehen. Für die Waschmitteldosierung spielt der Unterschied keine Rolle — alle Zonen fallen in dieselbe Stufe.

Ist Chlor im Frankfurter Leitungswasser?

In der Regel nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es notwendig ist — etwa nach Reparaturen am Netz oder bei einem mikrobiologischen Befund. Solche Maßnahmen sind zeitlich begrenzt und werden vom Versorger und vom Gesundheitsamt bekannt gegeben.

Wenn Ihr Wasser vorübergehend nach Schwimmbad riecht, ist das der wahrscheinlichste Grund. Ob gerade eine Desinfektion läuft, erfahren Sie bei Mainova, nicht auf dieser Seite: Wir aktualisieren Messwerte, keine Tagesmeldungen.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Frankfurt?

An die Störungsannahme der Mainova AG unter 069-213-88110. Dort laufen der Entstördienst Trinkwasser, der Entstördienst Siele für Verstopfungen im Abwassernetz und der Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen zusammen.

Zuständig ist Mainova bis zum Hausanschluss. Geht es um braunes Wasser, Druckverlust oder Geruch nur in Ihrer Wohnung, während die Nachbarn nichts bemerken, liegt die Ursache meist in der Hausinstallation — dann ist der Eigentümer oder die Hausverwaltung der richtige Ansprechpartner.