Wasserqualität in Oberursel

Wasserhärte in Oberursel (Taunus)

3,727,51 °dH

weich · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Oberursel (Taunus) hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte beträgt je nach Versorgungszone 3,72 oder 7,51 °dH und liegt damit in beiden Zonen im Härtebereich weich. Kein gemessener Wert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Der Unterschied zwischen den Zonen kommt aus dem Untergrund: Die Kernstadt bezieht Wasser aus dem Haidtränktal im Hochtaunus, Weißkirchen und ein Teil von Stierstadt aus den Wassergewinnungsanlagen Riedwiese im Vorland.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

7,51°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,3. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

weich

Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Zone 1 — Trinkwasser des Hochtaunus (Haidtränktal)
3,72
°dH · weich
Kernstadt, Bommersheim, Oberstedten und ein Teil von Stierstadt
Zone 2 — Wassergewinnungsanlagen Riedwiese
7,51
°dH · weich
Weißkirchen und der übrige Teil von Stierstadt

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Oberursel (Taunus) nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH.

ParameterZone 1 — Trinkwasser des Hochtaunus (Haidtränktal)Zone 2 — Wassergewinnungsanlagen Riedwiese Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH3,727,51Mineralstoff
Calciummg/l22,442,9Mineralstoff
Magnesiummg/l2,556,56Mineralstoff
Kaliummg/l0,622,06Mineralstoff
Natriummg/l5,7714,1200 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l7,70,750 15 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l3,748,4250 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l12,434,8250 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert8,238,516,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm1673542790 13 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l0,066<0,05010 1 % des Grenzwerts
Kupfermg/l<0,0050<0,00502 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l0,796,920 35 % des Grenzwerts
Uranµg/l<0,050<0,05010 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l0,113,910 39 % des Grenzwerts
Summe PFAS-20µg/ln.b.n.b.0,1 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/ln.b.n.b.0,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Zone 1 — Trinkwasser des Hochtaunus (Haidtränktal), 20.05.2026 · Zone 2 — Wassergewinnungsanlagen Riedwiese, 20.05.2026

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

7,51 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren

So weiches Wasser hinterlässt in Oberursel (Taunus) kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Dasselbe Gefälle, das den Urselbach antreibt, erklärt auch, warum das Leitungswasser in Oberursel nicht überall gleich ist. Die Stadt liegt auf zwei geologischen Stockwerken. Oben, im Hochtaunus, besteht der Untergrund aus Quarzit und Schiefer — hartem Gestein, das dem durchsickernden Wasser kaum etwas mitgibt. Unten, im Vorland Richtung Weißkirchen und Stierstadt, liegen die Lockergesteine der Ebene, in denen mehr in Lösung geht. Aus dem oberen Stockwerk kommt Wasser mit 3,72 °dH, aus dem unteren mit 7,51. Das ist ungefähr das Doppelte, innerhalb einer Stadt.

Warum das Wasser im Oberurseler Süden doppelt so hart ist

Zone 1 versorgt die Kernstadt, Bommersheim, Oberstedten und einen Teil von Stierstadt mit Trinkwasser des Hochtaunus aus dem Haidtränktal: 3,72 °dH, 22,4 mg/l Calcium, 2,55 mg/l Magnesium. Die elektrische Leitfähigkeit liegt bei 167 µS/cm — das ist außergewöhnlich wenig gelöste Substanz, und es passt zum Gestein. Wo nichts Lösliches im Weg liegt, nimmt Regenwasser auf seinem Weg nach unten auch nichts auf.

Erstens: Stierstadt taucht in beiden Zonen auf, und wo genau die Grenze durch den Stadtteil verläuft, geht aus den veröffentlichten Analysen nicht hervor. Wer es für seine Adresse wissen will, muss bei den Stadtwerken nachfragen. Zweitens: In der Riedwiese-Zone wird nach Angabe des Versorgers zeitweise härteres Wasser des Wasserbeschaffungsverbands beigemischt. Die 7,51 °dH sind der Befund einer Probe vom 20. Mai 2026, kein feststehender Betriebswert — bei höherem Fremdanteil rückt die Zone näher an die Grenze von 8,4 °dH heran.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Oberursel (Taunus) auf Rang 211 — weicher als 89 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Oberursel (Taunus) · 7,51 °dH

Arsen ist mit 39 % des Grenzwerts der höchste Wert

Der auffälligste Unterschied zwischen den Zonen steht nicht bei der Härte, sondern bei zwei Spurenstoffen. Arsen: 0,11 µg/l im Taunuswasser, 3,9 µg/l im Riedwiese-Wasser. Nickel: 0,79 gegenüber 6,9 µg/l. Beide Grenzwerte liegen bei 10 beziehungsweise 20 µg/l, beide Zonen halten sie klar ein. Beim Arsen lohnt trotzdem der Blick nach vorn: Die Trinkwasserverordnung senkt den Grenzwert ab 2028 in Stufen auf 4 µg/l ab. Der Riedwiese-Wert bleibt mit 3,9 µg/l auch darunter, aber ohne großen Abstand.

Zusammen mit dem niedrigen Nitrat, dem höheren pH-Wert von 8,51 und dem Sulfat zeichnen diese Werte das Bild eines tiefer liegenden, älteren Grundwassers — eines, das lange unterwegs war und dabei aus dem Sediment aufgenommen hat, was dort löslich ist. Das Taunuswasser ist das Gegenteil: jung, oberflächennah, arm an allem.

Woher das Oberurseler Trinkwasser kommt

Den überwiegenden Anteil beziehen die Stadtwerke aus den Wassergewinnungsanlagen im Haidtränktal — Quell- und Grundwasser des Hochtaunus, rund 80 Prozent der Versorgung. Aufbereitet wird im Wasserwerk Riedwiese, das zugleich die eigene zweite Gewinnung darstellt. Hinzu kommt Wasser des Wasserbeschaffungsverbands Taunus, das in der Riedwiese-Zone beigemischt wird.

Für die Gewinnungsgebiete im Taunus gelten ausgewiesene Wasserschutzgebiete. Sie sind der Grund dafür, dass in der Taunuszone so wenig ankommt, was gemessen werden müsste: Bewaldeter, geschützter Untergrund liefert Wasser, in das wenig eingetragen wird.

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Was weiches Wasser für Ihren Haushalt bedeutet

Vor allem weniger Kalk. Bei 3,72 beziehungsweise 7,51 °dH setzt sich in Wasserkocher, Duschkopf und Kaffeemaschine deutlich weniger ab als in weiten Teilen Deutschlands, und Waschmittel wird nach der niedrigsten Stufe dosiert. Das ist der praktische Vorteil, und er gilt in beiden Zonen.

Der zweite Punkt betrifft nicht das Wasserwerk, sondern das eigene Haus. Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss; alles danach liegt beim Eigentümer oder Vermieter. Weiches, wenig mineralisiertes Wasser nimmt Metalle aus Leitungen und Armaturen leichter auf als hartes — genau deshalb ist der Bleiwert von 0,066 µg/l ab Wasserwerk eine so nützliche Zahl: Was am Hahn gemessen wird und darüber liegt, stammt aus dem Gebäude, nicht aus dem Netz.

Drei Handgriffe folgen daraus:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der einfachste und wirksamste Schritt, und er kostet nichts.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und Warmwasser ist der Ort, an dem sich Legionellen vermehren.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen — in Oberurseler Altbauten nicht ausgeschlossen — eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil die Versorgeranalyse dazu nichts sagen kann.

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Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
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  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Oberursel bedenkenlos trinken?

Ja. Beide Oberurseler Versorgungszonen halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und zwar mit großem Abstand: Kein gemessener Wert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Oberursel wie überall: Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Oberursel?

3,72 °dH in der Zone Haidtränktal und 7,51 °dH in der Zone Riedwiese. Beide Werte liegen im Härtebereich weich, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz unterhalb von 8,4 °dH definiert.

Für die Dosierung von Wasch- und Spülmaschinenmitteln gilt deshalb in der gesamten Stadt die niedrigste Stufe. Welcher der beiden Werte für Ihre Adresse gilt, hängt am Stadtteil: Kernstadt, Bommersheim und Oberstedten liegen bei 3,72 °dH, Weißkirchen bei 7,51 °dH.

Ist das Wasser in allen Oberurseler Stadtteilen gleich?

Nein. Kernstadt, Bommersheim, Oberstedten und ein Teil von Stierstadt bekommen Wasser aus dem Haidtränktal mit 3,72 °dH. Weißkirchen und der übrige Teil von Stierstadt werden aus den Anlagen Riedwiese versorgt, mit 7,51 °dH.

Wo die Grenze durch Stierstadt verläuft, geht aus den veröffentlichten Analysen nicht hervor. Für die eigene Adresse gibt es diese Auskunft nur bei den Stadtwerken. Praktisch bleibt der Unterschied klein, weil beide Zonen im Bereich weich liegen.

Woher kommt das Trinkwasser in Oberursel?

Rund 80 Prozent stammen aus den Wassergewinnungsanlagen im Haidtränktal — Quell- und Grundwasser des Hochtaunus. Aufbereitet wird im Wasserwerk Riedwiese, das zugleich eine eigene Gewinnung betreibt.

Dazu kommt Wasser des Wasserbeschaffungsverbands Taunus, das in der Riedwiese-Zone beigemischt wird. Die Gewinnungsgebiete im Taunus liegen in ausgewiesenen Wasserschutzgebieten.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Oberursel trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das Oberurseler Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt bei 7,7 mg/l in der Taunuszone und 0,7 mg/l in der Riedwiese-Zone, der Grenzwert bei 50 mg/l. Uran bleibt in beiden Zonen unter der Bestimmungsgrenze von 0,05 µg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Oberurseler Trinkwasser Chlor?

Die beiden Analysen vom 20. Mai 2026 weisen keine dauerhafte Desinfektion aus. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es mikrobiologisch nötig ist — etwa nach Rohrbrüchen oder Arbeiten am Netz, und dann befristet.

Wenn Ihr Wasser vorübergehend nach Chlor riecht, informieren die Stadtwerke Oberursel darüber. Ein offenes Glas, das eine halbe Stunde steht, verliert den Geruch weitgehend von selbst.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Oberursel unter 06171 509-120. Zuständig ist sie für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Für Probleme hinter dem Hausanschluss — braunes Wasser nur an einer Zapfstelle, Druckverlust in einer einzelnen Wohnung, Geruch aus dem Warmwasser — ist dagegen der Eigentümer oder die Hausverwaltung der richtige Ansprechpartner.