Trinkwasser in Bad Homburg: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Bad Homburg vor der Höhe

4,8817,3 °dH

hart · mittel · weich · 4 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Bad Homburg vor der Höhe hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte reicht je nach Versorgungszone von 4,88 bis 17,3 °dH und deckt damit alle drei gesetzlichen Härtebereiche ab: weich, mittel und hart. Kein gemessener Wert erreicht die Hälfte seines Grenzwerts.

Die Spanne entsteht aus drei Herkünften: Taunus, Vogelsberg und Vorland. Welche der vier Verbrauchszonen eine Adresse versorgt, hängt an ihrer Höhenlage im Stadtgebiet.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

17,3°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,1. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

hartje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Verbrauchszone Tief- und Tiefstzone
17,3
°dH · hart
Druckzone der tiefstgelegenen Versorgungsbereiche; höchste Mineralisierung im Stadtgebiet — eine Zuordnung einzelner Stadtteile veröffentlichen die Stadtwerke nicht
Verbrauchszone M3
10,6
°dH · mittel
eigene Verbrauchszone; auffällig hoher Magnesiumanteil an der Härte
Verbrauchszone Mittelzone
4,88
°dH · weich
Druckzone der mittleren Höhenlagen; weichstes Wasser im Stadtgebiet
Verbrauchszone Hochzone
5,51
°dH · weich
Druckzone der höchstgelegenen Versorgungsbereiche

Die Werte auf einen Blick

11

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

3

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

4 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Bad Homburg vor der Höhe nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Bad Homburg v. d. Höhe GmbH.

ParameterVerbrauchszone Tief- und TiefstzoneVerbrauchszone M3Verbrauchszone MittelzoneVerbrauchszone Hochzone Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH17,310,64,885,51Mineralstoff
Calciummg/l90,239,030,935,4Mineralstoff
Magnesiummg/l20,422,52,412,43Mineralstoff
Kaliummg/l2,171,820,610,55Mineralstoff
Natriummg/l18,79,883,062,75200 9 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l18,014,55,23,150 36 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l36,013,96,43,6250 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l51,016,94,544,71250 20 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,457,837,967,916,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm6664011842032790 24 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l0,20,20,30,210 3 % des Grenzwerts
Kupfermg/l<0,0050<0,0050<0,0050<0,00502 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l0,6<0,21,61,120 8 % des Grenzwerts
Uranµg/l1,40,320,11<0,0510 14 % des Grenzwerts
Arsenµg/l0,6<0,5<0,5<0,510 6 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/ln.b.n.b.n.b.n.b.0,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Verbrauchszone Tief- und Tiefstzone, Probenahme 18.07.2023 · Verbrauchszone M3, Probenahme 18.07.2023 · Verbrauchszone Mittelzone, Probenahme 18.07.2023 · Verbrauchszone Hochzone, Probenahme 18.07.2023

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Die Schwermetallwerte stehen hier in µg/l, in den Originalberichten sind es mg/l.

Zwischen 4,88 und 17,3 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 16 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Warum die Wasserhärte in Bad Homburg von 4,88 bis 17,3 °dH reicht

Weil vier Zonen aus drei verschiedenen Landschaften gespeist werden.

Woher das Wasser einer Zone stammt, lässt sich an der Analyse ablesen — am deutlichsten am Magnesium.

Mittelzone und Hochzone tragen die Handschrift des Taunus. 30,9 beziehungsweise 35,4 mg/l Calcium, dazu 2,41 und 2,43 mg/l Magnesium: Quarzit, Schiefer und Sandstein geben kaum etwas an das Grundwasser ab. Die elektrische Leitfähigkeit, ein Maß für alles zusammen Gelöste, liegt bei 184 und 203 µS/cm. Nitrat (5,2 und 3,1 mg/l) und Chlorid (4,54 und 4,71 mg/l) sind niedrig, wie man es von einem bewaldeten Einzugsgebiet erwartet.

Die Zone M3 fällt aus der Reihe. 39,0 mg/l Calcium sind kaum mehr als im Taunuswasser, daneben stehen aber 22,5 mg/l Magnesium — fast das Zehnfache der weichen Zonen. Das ist die Signatur des Vogelsbergs: Basalt ist ein magnesiumreiches Gestein, und Wasser, das lange darin steht, nimmt das mit. In M3 stammt deshalb annähernd die Hälfte der Härte aus Magnesium, während sie in der Mittelzone fast vollständig auf Calcium zurückgeht. Zwei Wässer mit ähnlichem Calciumgehalt und trotzdem mehr als der doppelten Härte — der Unterschied steckt in einem einzigen Ion.

Die Tief- und Tiefstzone ist die härteste und zugleich die mineralreichste Zone: 90,2 mg/l Calcium, 20,4 mg/l Magnesium, 666 µS/cm Leitfähigkeit, 51,0 mg/l Chlorid, 18,0 mg/l Nitrat. Diese Kombination steht für Grundwasser aus dem Vorland, das aus genutzter Flur gespeist wird und nicht aus Wald. Beim Chlorid liegt zwischen Hochzone und Tiefzone gut der Faktor zehn.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Bad Homburg vor der Höhe auf Rang 76 — härter als 68 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Bad Homburg vor der Höhe · 17,3 °dH

Welche Zone versorgt welchen Stadtteil?

Die vier Berichte der Stadtwerke sind nach Verbrauchszonen benannt, nicht nach Stadtteilen. Eine Zuordnung von Dornholzhausen, Kirdorf, Gonzenheim, Ober-Eschbach, Ober-Erlenbach oder der Kernstadt steht in keinem der Dokumente.

Nitrat ist mit 36 % des Grenzwerts der höchste Wert

In allen vier Zonen bleibt jeder untersuchte Stoff deutlich unter dem, was die Trinkwasserverordnung zulässt.

Für die Pestizid-Summe steht in den Berichten kein Zahlenwert, sondern die Abkürzung „n.b.". Und die PFAS-Summenparameter fehlen: Für die Summe aus zwanzig per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen gilt seit dem 12. Januar 2026 ein Grenzwert von 0,1 µg/l, für die Summe von vier besonders relevanten Vertretern ab 2028 ein Wert von 0,020 µg/l. Die Bad Homburger Berichte stammen aus der Zeit davor und weisen dazu nichts aus.

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Woher das Bad Homburger Trinkwasser kommt

Dazu kommen Heilquellenschutzgebiete, und das ist die Bad Homburger Besonderheit. Die Heilquellen, denen die Stadt ihr „Bad" verdankt, führen ein völlig anderes Wasser als die Leitung: tief aufsteigende, stark mineralisierte Solen, die den Kurpark speisen und nicht das Verteilnetz. Zwei Systeme übereinander, jedes mit eigenen Schutzgebieten — verbunden nur durch die Übung, die diese Stadt im Schutz ihres Untergrunds hat.

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Bad Homburg v. d. Höhe GmbH

Was 4,88 bis 17,3 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und darüber kann keine Analyse des Versorgers Auskunft geben. Alte Leitungen, selten genutzte Stränge, Biofilme, aus Armaturen gelöste Metalle: All das entsteht hinter der Übergabestelle.

Praktisch heißt das drei Dinge:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der einfachste Handgriff und kostet nichts.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und Warmwasser ist der Ort, an dem sich Legionellen vermehren.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil die Berichte des Versorgers dazu nichts sagen können: Ihre 0,2 bis 0,3 µg/l Blei sind im Netz gemessen, nicht in Ihrer Wohnung.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Bad Homburg bedenkenlos trinken?

Ja. In allen vier Verbrauchszonen werden die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten, und kein untersuchter Stoff erreicht die Hälfte seines Grenzwerts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Bad Homburg wie überall: Die Verantwortung der Stadtwerke endet am Hausanschluss, danach liegt sie beim Eigentümer. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachläuft.

Wie hart ist das Wasser in Bad Homburg?

Das kommt auf die Verbrauchszone an: 4,88 °dH in der Mittelzone, 5,51 °dH in der Hochzone, 10,6 °dH in der Zone M3 und 17,3 °dH in der Tief- und Tiefstzone.

Damit deckt eine einzige Stadt alle drei Härtebereiche des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes ab: weich unter 8,4 °dH, mittel von 8,4 bis 14,0 °dH, hart darüber.

Ist das Wasser in allen Bad Homburger Stadtteilen gleich?

Nein, und der Unterschied ist ungewöhnlich groß: Zwischen der weichsten und der härtesten Zone liegen mehr als zwölf Grad deutscher Härte.

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, steht nicht in den veröffentlichten Analysen — die Berichte sind nach Druckzonen benannt, nicht nach Stadtteilen. Den Zonenplan haben die Stadtwerke Bad Homburg. Ein Anruf lohnt sich, bevor Sie eine Waschmaschine oder einen Geschirrspüler einstellen.

Woher kommt das Trinkwasser in Bad Homburg?

Aus drei Landschaften: aus dem Taunus, aus dem Vogelsberg und aus dem Vorland. Die Stadtwerke Bad Homburg greifen auf Förderanlagen in allen drei Gebieten zurück und verteilen das Wasser nach Desinfektion und Filtration über Hochbehälter.

Diese Mischung ist der Grund für die Härtespanne im Stadtgebiet. Taunuswasser ist salzarm und weich, Vogelsberger Wasser bringt viel Magnesium mit, das Vorlandwasser ist deutlich mineralreicher.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Bad Homburg trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, das die Trinkwasserverordnung erfüllt — in Bad Homburg ist das in allen vier Zonen der Fall. Nitrat liegt zwischen 3,1 und 18,0 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen und niemals Warmwasser zum Anrühren verwenden. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Bad Homburger Trinkwasser Chlor?

Dauerhaft nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es einen konkreten Anlass gibt, etwa nach einem Rohrbruch oder einem mikrobiologischen Befund. Dann ist die Maßnahme befristet und wird vom Versorger bekannt gegeben.

Wenn Sie Chlor riechen, ohne dass eine Meldung vorliegt, lohnt der Blick auf Perlator und Schlauchverbindungen. Ob gerade eine Desinfektion läuft, sagt Ihnen die Störungsannahme der Stadtwerke unter 06172 4013-0.

Wer ist bei einer Störung der Wasserversorgung in Bad Homburg zuständig?

Die Stadtwerke Bad Homburg v. d. Höhe GmbH, Störungsannahme 06172 4013-0. Dort laufen der Entstördienst Trinkwasser, der Entstördienst Siele für Verstopfungen im Abwassernetz und der Dienst für Druckentwässerungsanlagen zusammen.

Für alles hinter dem Hausanschluss — trübes Wasser nur an einem Hahn, ein tropfender Boiler, Rostpartikel nach Renovierungsarbeiten — ist dagegen der Eigentümer oder Vermieter der richtige Ansprechpartner, nicht der Versorger.