Wasserqualität in Marburg

Wasserhärte in Marburg

7,5513,45 °dH

weich bis mittel

Das Trinkwasser in Marburg hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Stadtwerke Marburg geben die Gesamthärte für ihr gesamtes Versorgungsgebiet mit 7,55 bis 13,45 °dH an — eine Spanne vom Härtebereich weich bis in den Bereich mittel. Kein Marburger Messwert erreicht die Hälfte seines Grenzwerts.

Die Besonderheit ist die Spanne selbst: Sechs Wasserwerke speisen ein Netz, deshalb veröffentlichen die Stadtwerke Schwankungsbereiche statt Jahresmitteln und keine Werte je Stadtteil.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Waschmittel

weich bis mittel

Auf der Packung die Dosierung für „weich bis mittel“ nehmen.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Marburg nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Marburg GmbH.

ParameterVersorgungsgebiet Marburg (gesamt, keine Zonenaufteilung veroeffentlicht) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH7,55–13,45Mineralstoff
Calciummg/l39,5–69,1Mineralstoff
Magnesiummg/l8,8–16,4Mineralstoff
Kaliummg/l2,77–4,33Mineralstoff
Natriummg/l8,3–21,7200 bis 11 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l12,1–18,450 bis 37 % des Grenzwerts
Nitritmg/l<0,020,5 unter Bestimmungsgrenze
Sulfatmg/l21–29,8250 bis 12 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l15–34,7250 bis 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Hydrogencarbonatmg/l119–228Mineralstoff
Fluoridmg/l0,15–0,251,5 bis 17 % des Grenzwerts
pH-Wert7,69–7,816,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm318–5172790 bis 19 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<210 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,0052 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l0,32–1,1410 bis 11 % des Grenzwerts
Arsenµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungsgebiet Marburg (gesamt, keine Zonenaufteilung veroeffentlicht), Wasseranalysen 2025, Stand September 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Blei, Nickel, Arsen und Uran gibt der Versorger in mg/l an; hier stehen sie in µg/l umgerechnet. Kupfer bleibt bei mg/l.

Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen hier als Kleiner-Angabe, nicht als Zahl: Sie bedeuten nicht nachweisbar, nicht messbar null.

Die Werte sind in Ordnung — sie beschreiben nur nicht Ihr Glas

Sie gelten für das Wasser, das die Stadtwerke Marburg bis zum Hausanschluss liefert. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 18 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Wer in Marburg wohnt, kennt Treppen. Und wer hier Wasser verteilen muss, kennt Höhenunterschiede.

Das ist keine Nebensache, sondern der Grund für den Zuschnitt der Marburger Wasserversorgung. Dafür betreiben sie sechs Wasserwerke — Wehrda, Ronhausen, Bortshausen, Michelbach, Wohratal und Stadtallendorf —, dazu 14 Brunnen, 18 Hochbehälter und acht Pumpstationen. Sechs Gewinnungen, ein Netz: An den Knotenpunkten mischt sich, was aus verschiedenen Richtungen ankommt, und die Anteile wechseln.

Genau deshalb sieht die Wasseranalyse der Stadtwerke Marburg anders aus als die der meisten Versorger. Sie nennt keine Einzelwerte, sondern Schwankungsbereiche, und sie nennt sie für das gesamte Versorgungsgebiet, nicht je Stadtteil. Die Gesamthärte steht dort als 7,55 bis 13,45 °dH. Das ist keine Ungenauigkeit, sondern die Auskunft selbst.

Wie hart ist das Wasser in Marburg?

Die Bausteine der Härte schwanken mit: Calcium zwischen 39,5 und 69,1 mg/l, Magnesium zwischen 8,8 und 16,4 mg/l. Für deutsche Verhältnisse sind das niedrige Werte. Der Median unseres Datenbestands aus 534 Versorgungszonen liegt bei 12,4 °dH — Marburgs Spanne beginnt weit darunter und endet knapp darüber.

Praktisch heißt das: Kalk ist in Marburg ein kleines Thema, aber kein gar keines.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Marburg auf Rang 129 — weicher als 55 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Marburg · 13,45 °dH

Warum die Stadtwerke Marburg nur Spannen veröffentlichen

Weil ein Mittelwert etwas behaupten würde, das an keinem Marburger Wasserhahn zutrifft. Ein Versorger, der aus einer einzigen Gewinnung speist, kann eine Zahl nennen und liegt damit fast immer richtig. In Marburg speisen sechs Wasserwerke aus verschiedenen Einzugsgebieten in dasselbe Netz, und wie viel jedes davon beisteuert, hängt vom Verbrauch, von der Jahreszeit und vom Betriebszustand ab. Ein gemittelter Wert von rund zehn Grad deutscher Härte wäre rechnerisch richtig und in der Sache irreführend.

Für Sie hat das eine unbequeme Folge: Sie können nirgends nachschlagen, welchen Härtewert Ihre Straße hat. Wer einen Wert für eine bestimmte Adresse braucht, etwa für die Härteeinstellung einer Kaffeemaschine, fragt ihn direkt bei den Stadtwerken nach. Für alles andere rechnen Sie mit dem oberen Ende der Spanne. Damit liegen Sie nie zu niedrig.

Die zweite Folge ist eine gute, und sie betrifft die Messwerte.

Nitrat ist mit 37 % des Grenzwerts der höchste Wert

Das gilt für alle 80 Parameter, die die Analyse 2025 umfasst.

Am nächsten kommt Nitrat, und auch das bleibt an seinem oberen Ende bei gut einem Drittel des Grenzwerts. Höhere Werte als 18,4 mg/l weist der Bericht für das Marburger Netz nicht aus.

In Marburg sind sie es nicht, und der Grund sind genau die Spannen. Ein Jahresmittelwert verrät nie, was am ungünstigsten Tag im Netz stand — er kann eine Spitze glattbügeln. Ein veröffentlichter Schwankungsbereich kann das nicht. Sein oberes Ende ist der schlechteste Fall, den der Versorger für sein Netz ausweist. Wenn in Marburg also kein Wert die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts erreicht, dann gilt das nicht für einen gedachten Durchschnitt, sondern für die Obergrenze jedes einzelnen Bereichs.

Erstens sagt eine niedrige Zahl nur etwas über den Stoff aus, der gemessen wurde: Der Bericht der Stadtwerke Marburg weist weder eine PFAS-Summe noch eine Pestizidsumme aus, und wo nichts steht, steht auch kein Ergebnis. Zweitens ist die elektrische Leitfähigkeit mit 318 bis 517 µS/cm niedrig. Marburger Leitungswasser ist mineralarm — das ist eine Eigenschaft, kein Gütesiegel.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Woher das Marburger Trinkwasser kommt

Aus Grundwasser, gefördert an sechs Standorten.

Bei sechs Gewinnungen sind das sechs Schutzgebietskulissen statt einer. Wie Trinkwasser gewonnen wird, entscheidet in Marburg über beides: über die Härte und über die Bandbreite, in der sie schwankt.

Die Analyse veröffentlichen die Stadtwerke Marburg einmal jährlich; die hier gezeigten Werte haben den Stand September 2025. Ein Probenahmedatum nennt das Blatt nicht.

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Marburg GmbH

Was 7,55 bis 13,45 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit der Stadtwerke endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und darüber kann keine Analyse eines Wasserwerks Auskunft geben. In Marburg ist dieser Teil aus zwei Gründen wichtiger als anderswo. Die Oberstadt besteht aus Fachwerkhäusern, viele davon nachträglich in Wohnungen aufgeteilt, mit entsprechend verzweigten Leitungen. Und ein großer Teil des Wohnraums ist an Studierende vermietet, die über die Semesterferien wochenlang weg sind. Beides führt zum selben Effekt: Wasser steht lange in der Leitung.

  • Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Bleirohre wurden bis Anfang der siebziger Jahre verlegt; in einem Marburger Fachwerkhaus ist das nicht auszuschließen. Für diesen einen Fall ist eine eigene Analyse sinnvoll, weil der Versorgerbericht dazu nichts sagen kann.

Weiches Wasser nimmt Metalle aus Leitungen etwas leichter auf als hartes. Dramatisch ist das in Marburg nicht — der pH-Wert liegt zwischen 7,69 und 7,81 und das Hydrogencarbonat zwischen 119 und 228 mg/l, das Wasser ist also ordentlich gepuffert. Ein zusätzlicher Grund, in einem alten Haus nachzusehen, ist es trotzdem.

Wer am Geschmack seines Leitungswassers etwas ändern will, tut das am eigenen Hahn.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Marburg bedenkenlos trinken?

Ja. Die Wasseranalyse 2025 der Stadtwerke Marburg umfasst 80 Parameter, und kein einziger erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Blei, Nickel, Arsen, Kupfer und Nitrit waren nicht nachweisbar.

Der übliche Vorbehalt gilt in Marburg wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach ist der Eigentümer zuständig. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, vor der Entnahme ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Marburg?

Die Stadtwerke Marburg geben die Gesamthärte mit 7,55 bis 13,45 °dH an. Diese Spanne beginnt im Härtebereich weich, der bis 8,4 °dH reicht, und endet im Bereich mittel, der bis 14,0 °dH geht.

Einen einzelnen Härtewert für Marburg gibt es nicht, und einen für einzelne Stadtteile auch nicht. Wenn ein Gerät eine Einstellung verlangt, nehmen Sie das obere Ende der Spanne — damit sind Sie auf der sicheren Seite.

Woher kommt das Trinkwasser in Marburg?

Aus Grundwasser, das an sechs Standorten gefördert wird: Wehrda, Ronhausen, Bortshausen, Michelbach, Wohratal und Stadtallendorf. Vier dieser Wasserwerke liegen in Marburg oder direkt vor der Stadt, zwei weiter östlich im Landkreis. Verteilt wird über 14 Brunnen, 18 Hochbehälter und acht Pumpstationen.

Für jeden Brunnen der öffentlichen Wasserversorgung wird in der Regel ein Trinkwasserschutzgebiet festgelegt, das die Nutzung der Fläche darüber einschränkt. Die Stadtwerke Marburg versorgen die Stadt seit 1893.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Marburg trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Marburger Leitungswasser geeignet. Der Nitratwert liegt zwischen 12,1 und 18,4 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l, Blei und Kupfer waren nicht nachweisbar.

Die beiden Punkte, auf die Sie selbst achten müssen, betreffen die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden.

Ist das Wasser in allen Marburger Stadtteilen gleich?

Vermutlich nicht, aber veröffentlicht ist es nicht. Die Stadtwerke Marburg legen ihre Werte ausschließlich für das gesamte Versorgungsgebiet vor, als Schwankungsbereiche und ohne Aufteilung nach Zonen.

Dass sechs Wasserwerke in ein Netz speisen, ist genau der Grund für die Spannen: An den Knotenpunkten mischt sich Wasser unterschiedlicher Herkunft, und die Anteile wechseln. Wer den Wert für eine bestimmte Adresse braucht, fragt bei den Stadtwerken nach.

Ist im Marburger Trinkwasser Chlor?

Im Normalbetrieb nicht. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn es einen konkreten Anlass gibt — etwa nach einem mikrobiologischen Befund oder nach Arbeiten am Netz. Solche Maßnahmen sind zeitlich befristet.

Ob gerade eine läuft, steht beim Versorger und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite. Wir aktualisieren die Messwerte jährlich; tagesaktuelle Meldungen gehören dorthin, wo sie gepflegt werden.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Marburg?

An die Störungsannahme der Stadtwerke Marburg unter 06421 205-0. Zuständig ist sie für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Prüfen Sie vorher, ob das Problem nur eine einzelne Zapfstelle betrifft oder die ganze Wohnung. Für alles hinter dem Hausanschluss — trübes oder gefärbtes Wasser an einem Hahn, Druckprobleme in einer Wohnung, ein verkalkter Strahlregler — ist der Eigentümer oder Vermieter der richtige Adressat, nicht der Versorger.