Wasserqualität in
Essen

Trinkwasser und Wappen Essen

Essener Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 8. Juli 2021
Lesedauer: 12 Minuten
Die nordrhein-westfälische Stadt Essen zählt zur Metropolregion Rhein-Ruhr und zu den größten Städten Deutschlands. Sie erstreckt sich nördlich der Ruhr und liegt im Herzen des Ruhrgebietes, das den größten Ballungsraum Deutschlands darstellt. Die Einwohner von Essen verlassen sich tagtäglich auf die Versorgung mit Trinkwasser. Dafür nutzt man in Essen mit dem Verbundwasserwerk eine der modernsten europäischen Anlagen ihrer Art.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Essen.

Wasserhärte in Essen

Wasserhärte

7,4
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

7,4 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist weich

Das Essener Wasser ist „weich“. Dies besagt der Durchschnittswert von 7,4 dH und weist damit darauf hin, dass nur wenig Kalk im Wasser enthalten ist. Einerseits ein gutes Zeichen, denn Wasch- und Reinigungsmittel können sparsamer dosiert werden. Für den Organismus ist es andererseits eine Herausforderung. Denn er ist auf die Zufuhr der Mineralstoffe Calcium und Magnesium, die auch den Kalkgehalt des Wassers entscheidend beeinflussen, angewiesen – etwa durch das Trinkwasser oder die Nahrung.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Essen

Nitrat

18,2 %*

9,1 / 50 mg/l
Im Essener Trinkwasser befindet sich der Nitratwert mit 9,1 mg/l im unteren Bereich, denn der Grenzwert wurde lt. Trinkwasserverordnung mit 50 mg/l festgelegt.
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Blei

10 %*

<0,001 / 0,01 mg/l
Der Bleigehalt liegt unterhalb der Nachweisgrenze von 0,001 mg/l. Ein gutes Zeichen. Wie gefährlich Blei aber für den Organismus ist, zeigt der Grenzwert von 0,010 mg/l.
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Kupfer

0 %*

<0,005 / 2 mg/l
Kupfer ist mit weniger als 0,005 mg/l fast schon nicht mehr messbar. Falls in einem Haushalt jedoch noch alte Kupferrohre das Trinkwasser durch den Wasserhahn leiten, können wesentlich höhere Werte entstehen. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich Partikel lösen und den Organismus belasten.
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Nickel

10 %*

<0,002 / 0,02 mg/l
Auch Nickel liegt im Essener Trinkwasser unterhalb der Nachweisgrenze. Aufgrund seiner Gefahr für die Gesundheit muss der Nickelwert jedoch ständig überprüft werden.
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Uran

10 %*

<0,001 / 0,01 mg/l
Insbesondere in mineralischen Verbindungen kommt Uran vor und gelangt durch Auswaschungen zunächst ins Grundwasser. Zwar beträgt der Urangehalt im Essen Trinkwasser weniger als 0,001 mg/l, doch stellt das giftige und radioaktive Schwermetall eine gefährliche gesundheitliche Belastung dar.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Essener Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Essen?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

2,6 %*

Natrium

39 mg/l - Weil der Mineralstoff Natrium auf Nerven- und Muskelfunktionen Einfluss nimmt, ist der Ausgleich des täglichen Natriumbedarfs sehr wichtig.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
4 %*

Calcium

40 mg/l - Calcium ist unerlässlich für Knochen und Zähne, da es ihren Aufbau und den Erhalt unterstützt. Der Körper bildet diesen Mineralstoff nicht und ist deshalb auf einen Ausgleich durch Nahrung und Trinkwasser angewiesen.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
2,14 %*

Magnesium

7,5 mg/l - Magnesium spielt im Bereich der Muskelaktivitäten und -funktionen eine wichtige Rolle. Körperlich schwer Arbeitende und Sportler merken anhand von Beschwerden schnell, wenn der Körper ein Magnesiumdefizit meldet.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,11 %*

Kalium

4,5 mg/l - Kalium gleicht den Flüssigkeitshaushalt aus und sorgt für die Balance zwischen Säuren und Basen. Auch ist er relevant für die Nerven sowie die Funktion der Muskeln.

MEHR INFOS ZU KALIUM
2,39 %*

Chlorid

55 mg/l - Der Mineralstoff Chlorid ist Bestandteil des Magensaftes und unterstützt die Verdauung. Außerdem hilft er dem Körper bei der Abwehr von Krankheitserregern und wirkt zudem auf die Elektrolyten.

MEHR INFOS ZU CHLORID
2,67 %*

Sulfat

40 mg/l - Für den Proteinaufbau benötigt der Organismus den Mineralstoff Sulfat. Unerlässlich ist er ebenfalls für die Stoffwechselvorgänge sowie die Funktion der Galle und der Bauchspeicheldrüse.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Essen besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Essen zuständig?

Zusammen mit dem Verbundwasserwerk Essen sorgen die Stadtwerke für eine kontinuierliche Versorgung der angeschlossenen Haushalte mit Trinkwasser. Damit das Trinkwasser den DIN-Normen entspricht, müssen bestimmte Parameter eingehalten werden, die auch in der Trinkwasserverordnung festgelegt wurden.

Aufgrund zahlreicher chemischer und biologischer Prüfungen und Analysen sowie mit der Unterstützung durch ein von der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH ausgewiesenes Labor werden diese Anforderungen erfüllt. Zusätzlich zur Wasseraufbereitungsanlage kontrolliert man an rund 80 externen Stellen im Stadtgebiet die Wasserqualität.

Kontakt - Wasserwerke Essen

Stadtwerke Essen

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Essen
Störungsannahme:
0201-85113-66

Welche Parameter können im Essener Leitungswasser bedenklich werden?

Auf ihrem Internetportal thematisieren die Stadtwerke Essen die Gefahr von Spurenstoffen im Trinkwasser. Auch wenn das Umweltbundesamt der Ansicht ist, dass Spurenstoffe von weniger als 100 Nanogramm pro Liter keine Gefährdung der Gesundheit darstellen, muss man die Tatsache dennoch berücksichtigen, dass sie sich im Trinkwasser befinden.

Untersucht man etwa Seen, Flüsse oder Bäche, findet man dort Rückstände von Arzneimitteln, Hormonen, Bioziden und anderen Stoffen, die weder ins Roh- noch ins Trinkwasser gehören.

Deshalb machen sich die Stadtwerke Essen gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) dafür stark, modernste Verfahren anwenden zu können, um die Beseitigung diverser Verunreinigungen im Mikrobereich zu forcieren, denn „Was früher mit „null“ bewertet wurde, hat heute einen Messwert.“

Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
Test verbessert nichts
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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Essen

Das Essener Wasser stammt unmittelbar aus der Ruhr und erreicht über entsprechende Filter- und Aufbereitungsanlagen den ca. 15.000m³ fassenden Reinwasserbehälter. Im Anschluss an eine UV-Desinfektion fließt es über die Pumpwerke in den Hochbehälter und gelangt von dort aus in das ca. 1.850 Kilometer lange Versorgungsnetz der Haushalte.

Um den Schutz des Wassers zu gewährleisten, richtet man Wasserschutzzonen (Kategorien I bis III) und Wasserschutzgebiete ein. In Essen betreffen sie hauptsächlich die Region der Ruhr, aus der das Rohwasser gewonnen wird. Aktuelle Wasserschutzgebiete sind z.B. Essen-Überruhr/Steele und Essen-Kettwig.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Essen

Allein die Tatsache, dass die Wassergewinnung aus der Ruhr erfolgt, demonstriert eine positive Wasserqualität. Doch auch in Sachen Freizeitspaß kann man sich auf die Badesaison freuen, denn lokale Gewässer wie der Baldeneysee laden an vorgegebenen Badestellen zum Schwimmen ein. Um z.B. den Seaside Beach Baldeney und andere Stellen entlang der Ruhr nutzen zu können, richtete man von offizieller Stelle ein Frühwarnsystem ein.

Dieses informiert bei starken Niederschlägen darüber, ob Abwässer ungereinigt in den Fluss gelangten und Schadstoffe vorgeschriebene Grenzwerte überschreiten. In einem solchen Fall können die Badestellen umgehend geschlossen werden, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Besonderheiten zum Essener Trinkwasser

Die Thematik „Mikroplastikpartikel im Trinkwasser“ zieht sich seit langer Zeit durch alle Medien. Auch die Essener Stadtwerke nehmen dazu auf ihrer Webseite Stellung. Allein die Tatsache, dass potenziell belastetes Wasser auf dem Weg zum Wasserwerk zunächst durch diverse Bodenschichten fließt, bewirkt eine natürliche Filterung.

Anschließend durchläuft das Rohwasser zahlreiche Aufbereitungsprozesse. Da immer wieder Analysen und Probeentnahmen durchgeführt werden, kann man sicher sein, spätestens während dieser Prozesse noch vorhandene Mikroplastikpartikel entfernt zu haben.

Häufig gestellte Fragen zum Essener Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Essener Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Essen wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Essener Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Essener Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Essener Leitungswasser trinken?

Die Essener Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Essen sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Essener Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Essen über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Essener Trinkwasser Legionellen?

Die Essener Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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