Wasserqualität in
Gelsenkirchen

Trinkwasser und Wappen Gelsenkirchen

Gelsenkirchener Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 8. Juli 2021
Lesedauer: 11 Minuten
Die Stadt Gelsenkirchen liegt in Nordrhein-Westfalen an Emscher und Rhein-Herne-Kanal und zählt zum Regierungsbezirk Münster. Das Gelsenkirchener Stadtgebiet besteht aus ca. 25 Prozent landwirtschaftlicher Flächen und Wäldern sowie 10 Prozent Parkanlagen und Freizeitareale. Damit gehört Gelsenkirchen zu jenen Städten, die einen überdurchschnittlichen Grünflächenanteil präsentieren. Für die Versorgung mit guter Wasserqualität ist das Unternehmen GELSENWASSER AG zuständig, das über das Wasserwerk Haltern und das Verbundwasserwerk Essen Trinkwasser in die Haushalte einspeist.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Gelsenkirchen.

Wasserhärte in Gelsenkirchen

Wasserhärte

9,2
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

9,2 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

In Gelsenkirchen liegt die Wasserhärte mit einem Durchschnittswert von 9,2 dH im mittleren Bereich. Der Kalkgehalt im Leitungswasser basiert u.a. auf den Mineralstoffen Calcium und Magnesium, die auf diese Weise in den menschlichen Organismus gelangen: eine wichtige Tatsache, da der Körper selbst weder Magnesium noch Calcium bildet, darauf jedoch – z.B. im Hinblick auf den Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen – dringend angewiesen ist.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Gelsenkirchen

Nitrat

24,4 %*

12,2 / 50 mg/l
Nitratwerte müssen regelmäßig kontrolliert werden, da speziell bei Überdüngung und Überweidung gefährliche Anstiege erfolgen können. Daher liegt der Grenzwert bei 50 mg/l, der Messwert in Gelsenkirchen allerdings noch bei recht niedrigen 12,2 mg/l.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

10 %*

<0,001 / 0,01 mg/l
Im Trinkwasser von Gelsenkirchen liegt der Bleiwert so niedrig, dass eine Messung fast nicht mehr möglich ist. Da es sich bei Blei aber um ein gefährliches Schwermetall handelt, legt die Trinkwasserverordnung den Grenzwert bei nur 0,010 mg/l fest.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0 %*

<0,005 / 2 mg/l
Der Kupfergehalt im Gelsenkirchener Trinkwasser liegt unter 0,005 mg/l, der Grenzwert bei 2 mg/l. Wie hoch allerdings die Belastung mit dem Schwermetall Kupfer in den Haushalten mit entsprechenden Wasserrohren ist, kann man dem Messwert nicht entnehmen.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

10 %*

<0,002 / 0,02 mg/l
Nimmt man tagtäglich höhere Nickeldosen auf, führen diese zu Gesundheitsschädigungen. Daher legt die Trinkwasserverordnung den Grenzwert mit 0,020 mg/l fest. Der Messwert in Gelsenkirchen beträgt aktuell aber weniger als 0,002 mg/l.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

10 %*

<0,001 / 0,01 mg/l
Das radioaktive und giftige Schwermetall Uran ist auch im Gelsenkirchener Trinkwasser vorhanden. Zwar ist der Messwert sehr gering, wie gefährlich Uran für den Körper werden kann, zeigt der Grenzwert von 0,010 mg/l
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Gelsenkirchener Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Gelsenkirchen?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

2 %*

Natrium

30 mg/l - Natrium unterstützt den Organismus bei der Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes und des Blutdrucks. Daher ist es wichtig, für den täglichen Ausgleich zu sorgen.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
5,55 %*

Calcium

55,5 mg/l - Calcium bildet der Körper nicht selbst, auch wenn er diesen Mineralstoff für den Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen benötigt. Deshalb ist er auf die Versorgung über die Nahrung und das Trinkwasser angewiesen.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
1,77 %*

Magnesium

6,2 mg/l - Magnesium benötigt der Organismus, um den Zellaufbau zu gewährleisten und die Funktionen der Muskeln und Nerven zu unterstützen. Besonders bei körperlichen Anstrengungen macht sich eine Unterversorgung schnell und recht schmerzhaft bemerkbar.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,13 %*

Kalium

5,0 mg/l - Kalium wirkt auf die Balance zwischen Säuren und Basen, unterstützt die Muskeltätigkeiten und den Blutdruck.

MEHR INFOS ZU KALIUM
1,87 %*

Chlorid

43 mg/l - Chlorid wirkt innerhalb der Magensäure auf die Verdauung, reguliert den Flüssigkeitshaushalt und wird bei der Abwehr von Krankheitserregern aktiv.

MEHR INFOS ZU CHLORID
3,13 %*

Sulfat

47 mg/l - Sulfat benötigt der Körper für den Proteinaufbau und die Knorpelsubstanz. Der Mineralstoff regt außerdem die Bauchspeicheldrüse, die Verdauung und die Galle an.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Gelsenkirchen besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Gelsenkirchen zuständig?

Um die Wasseraufbereitung und die erforderlichen Analysen kümmern sich das Wasserwerk Haltern und das Verbundwasserwerk Essen in Kooperation mit der GELSENWASSER AG. Dabei orientieren sie sich an den gesetzlichen Vorschriften sowie an den Grenzwerten der Parameter, die in der Trinkwasserverordnung festgehalten sind. Gleichzeitig legen sie Prüfungsergebnisse offen, die als Trinkwasseranalyse auf dem Internetportal der GELSENWASSER AG zur Verfügung gestellt werden: diese basieren auf den Untersuchungen der Westfälischen Wasser- und Umweltanalytik GmbH (WWU).

Kontakt - Wasserwerke Gelsenkirchen

GELSENWASSER AG

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Gelsenkirchen
Störungsannahme:
0800 7 9999-10

Welche Parameter können im Gelsenkirchener Leitungswasser bedenklich werden?

Wie auch andere Städte ist Gelsenkirchen nicht gefeit vor bedenklichen Parametern, die eine Gefahr für das Trinkwasser bedeuten können. Neben Schwermetallbelastungen oder Nitratanstiegen durch Überdüngung oder Überweidung beinhalten auch sogenannte perfluorierte Verbindungen ein großes Gefahrenpotenzial. Dabei handelt es sich um perfluorierte Chemikalien (z.B. Kohlenwasserstoffe), die in der Industrie verwendet werden und in das Grundwasser gelangen können.

Die Gelsenkirchener Trinkwasseranalyse listet die diversen perfluorierten Verbindungen auf. Zwar liegen die Messwerte jeweils im niedrigen Bereich, doch sind sie deshalb nicht minder gefährlich und müssen ständig überprüft werden.

Vitalhelden

Wasser testen oder
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Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Gelsenkirchen

Das Gelsenkirchener Trinkwasser stammt aus dem Wasserwerk Haltern sowie aus dem Verbundwasserwerk Essen. Dort gewinnt man es aus den Talsperren Haltern und Hullern sowie aus den Halterner Sande. Letztere zählt übrigens zu den wichtigsten Grundwasserregionen von Nordrhein-Westfalen. Das Verbundwasserwerk Essen bezieht das Wasser aus dem Ruhrtal und bereitet es in jener Anlage auf, die zu den größten und modernsten ihrer Art in Europa zählt.

Um das Grund- und Quellwasser sowie die Brunnenanlagen vor schädlichen Einflüssen zu bewahren, bestehen sowohl Wasserschutzzonen als auch Wasserschutzgebiete. Zu den Wasserschutzgebieten deklarierte man auch jene spezielle Zone im Gelsenkirchener Stadtgebiet, die die Stadt Gelsenkirchen auf ihrer Internetseite bildlich darstellt.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Gelsenkirchen

Die lokalen Gewässer rund um Gelsenkirchen sind teilweise so gut, dass sie ein Baden ermöglichen. Dazu zählt der Baldeneysee südlich der Stadt, der zu den bedeutendsten Seen im Ruhrgebiet gehört. Auch das Kettwiger Strandbad lädt zum Entspannen und Schwimmen ein.

Besonderheiten zum Gelsenkirchener Trinkwasser

Das Ruhrgebiet ist fast schon weltbekannt für seine Industrieanlagen. In früheren Jahren wurden die Gewässer industriell stark verschmutzt. Moderne Auflagen verbesserten diese Situationen. Allerdings sind weiterhin regelmäßige Proben und Analysen erforderlich, damit man schnell auf evtl. Gefahren reagieren kann.

Diese Analysen betreffen auch die Badeseen und selbst die Ruhr. Im Forschungsprojekt „Sichere Ruhr“ entwickelte man ein Frühwarnsystem, um auf hygienische Verschmutzungen sofort reagieren und beispielsweise gefährdete Badestellen an der Ruhr schließen zu können.

Häufig gestellte Fragen zum Gelsenkirchener Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Gelsenkirchener Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Gelsenkirchen wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Gelsenkirchener Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Gelsenkirchener Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Gelsenkirchener Leitungswasser trinken?

Die Gelsenkirchener Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Gelsenkirchen sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Gelsenkirchener Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Gelsenkirchen über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Gelsenkirchener Trinkwasser Legionellen?

Die Gelsenkirchener Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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