Wasserqualität in
Plauen

Trinkwasser und Wappen Plauen

Plauener Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 6. August 2021
Lesedauer: 12 Minuten
Die Versorgung der Stadt Plauen erfolgt durch die zwei lokalen Wasserwerke des Zweckverbands Wasser Abwasser Vogtland. Im Allgemeinen kann man festhalten, dass die Wasserqualität im Hinblick auf das Trinkwasser sehr gut ist, wenngleich die Flüsse Sachsens, wozu unter anderem die Saale zählt, Grund zur Besorgnis bieten. Ebenso ist die Konzentration an Nitrat in einer Höhe, die bei einer entsprechenden Düngung der umliegenden Flächen zu einem gesundheitsschädlichen Wert im Trinkwasser führen könnte.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Plauen.

Wasserhärte in Plauen

Wasserhärte

11,48
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

11,48 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

In der Stadt Plauen liegt die Wasserhärte durchschnittlich im mittleren Bereich. Das bedeutet, dass das Trinkwasser in der Regel ein gewisses Maß an Kalk aufweist, wenngleich die jeweiligen individuellen Werte geringfügig voneinander abweichen können. Man sollte die Nutzung von Haushaltsgeräten zwar entsprechend anpassen, allerdings ist die Wasserqualität hierdurch nicht beeinträchtigt.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Plauen

Nitrat

32,8 %*

16,38 / 50 mg/l
In Plauen liegt das Trinkwasser zwar unter dem festgelegten Grenzwert von 50 mg/l, allerdings ist die Nitratkonzentration vergleichsweise hoch. Das in Mineraldünger enthaltene Salz fördert das Pflanzenwachstum und kann zugleich beim Menschen krebserregend wirken.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

10 %*

<0,001/ 0,01 mg/l
In Plauen wird der in der Trinkwasserverordnung festgelegte Grenzwert von 0,01 mg/l nicht erreicht. Dieses sogenannte Weichmetall ist in zu hoher Dosis nicht nur für den Menschen, sondern auch für Tiere und Pflanzen giftig.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0,5 %*

<0,01 / 2 mg/l
Der kritische Wert liegt bei 2 mg/l und wird in Plauen nicht überschritten. Kupfer kommt häufig in der Natur vor und wird vom menschlichen Körper in geringen Dosen benötigt.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

15 %*

<0,003 / 0,02 mg/l
Die Wasseranalyse der Wasserwerke zeigt, dass der gesundheitsschädigende Wert von 0,02 mg/l nicht vorkommt. Ebenso wie Kupfer ist Nickel in einer kleinen Dosis für den Menschen gesund.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

2,5 %*

0,00025 / 0,01 mg/l
Trotz der Tatsache, dass Uran natürlicherweise in der Umwelt vorkommt, verbindet man es meist mit der Nutzung in einem Kernreaktor, da es radioaktiv ist. In der Stadt Plauen liegt der für Menschen giftige Gehalt von 0,01 mg/l im Trinkwasser nicht vor.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Plauener Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Plauen?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

0,79 %*

Natrium

11,91 mg/l - Natrium erfüllt im Hinblick auf die Wirkungsweise der Muskeln, der Verdauung sowie der Nerven eine Vielzahl von Funktionen. Es ist dabei vor allem in Kochsalz enthalten. Das Trinkwasser in Plauen liegt weit unter des Grenzwerts von 200 mg/l.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
5,92 %*

Calcium

59,18 mg/l - Abgesehen von einer positiven Wirkung auf Zähne und Knochen, beeinflusst Calcium auch den Stoffwechsel. Je nach Alter variiert zudem der individuelle Bedarf.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
2,76 %*

Magnesium

9,67 mg/l - Magnesium übernimmt im menschlichen Körper vielfältige Funktionen wie den Aufbau und Erhalt der Knochen oder die Muskelaktivität. Im Trinkwasser von Plauen entspricht der gemessene Anteil des Mineralstoffs weniger als der Hälfte der geringsten Tagesdosis.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,03 %*

Kalium

1,34 mg/l - Dieses sogenannte “Blutsalz” gewährleistet die Arbeit von Muskeln und Nerven, jedoch kann es der Körper nicht selbst herstellen. Die Wasseranalyse des Trinkwassers der Stadt Plauen weist auf geringe Konzentrationen hin.

MEHR INFOS ZU KALIUM
1,28 %*

Chlorid

29,5 mg/l - Genau wie Kalium, nimmt der Mensch das meiste Chlorid über Kochsalz auf. Es wirkt sich unter anderem auf den Wasser- und Säure-Basen-Haushalt aus. Die Wasserwerke Plauen lassen aber keine Werte erkennen, die über der festgelegten Grenze von 250 mg/l liegen.

MEHR INFOS ZU CHLORID
2,79 %*

Sulfat

41,8 mg/l - Sulfate, beziehungsweise Schwefelverbindungen, wirken zusammen mit Magnesium und Calcium auf den Fettstoffwechsel. Das Plauener Trinkwasser erreicht mit diesem Wert nicht den Risikobereich von 250 mg/l.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Plauen besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Plauen zuständig?

Das Trinkwasser der Stadt Plauen stammt aus zwei Wasserwerken, die beide in den Zuständigkeitsbereich des Zweckverbands Wasser Abwasser Vogtland fallen, welcher häufig mit den Buchstaben ZWAV abgekürzt wird. Um eine ausreichende Wasserqualität zu gewährleisten, erfolgt in regelmäßigen Abständen eine Wasseranalyse, deren Ergebnisse mit den in der Trinkwasserverordnung festgelegten Werten verglichen werden. Gesetzt den Fall, dass es Abweichungen gibt, wird die Aufbereitung entsprechend angepasst.

Kontakt - Wasserwerke Plauen

Zweckverband Wasser Abwasser Vogtland (ZWAV)

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Plauen
Störungsannahme:
(03741) 402 - 112

Welche Parameter können im Plauener Leitungswasser bedenklich werden?

Die in der Trinkwasseranalyse angegebenen Werte unterschreiten jeweils die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung. Berücksichtigt werden können allerdings keine Verunreinigungen, die in den Haushalten z.B. durch alte Wasserrohre aus Blei oder durch andere Ablagerungen entstehen. Somit liegt es in der Eigenverantwortlichkeit der Besitzer, einzuschreiten, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu verhindern.

Davon abgesehen stellen Schadstoffe für die es gar keine Grenzwerte gibt wie Arzneimittelrückstände, diverse Pestizide oder Mikroplastik ebenfalls mögliche Probleme dar.

Wie in vielen Gegenden in Deutschland stellt auch Nitrat ein großes Problem dar. Der Wert selbst wird in der Wasseranalytik als Indikator für ausgebrachte Düngemittel verwendet. Das Nitrat ist im Trinkwasser nicht das große Problem, sondern vielmehr die damit einhergehenden schädlichen Schwermetalle z.B. Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Arsen und Uran.

Hinzu kommen bei konventioneller Landwirtschaft diverse Rückstände von Spritzschutz- und Pflanzenschutzmitteln. Bei intensiver Düngung und Ausbringung um Schweinfurt können sich diese im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette sowie das Grundwasser gelangen.

Vitalhelden

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Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Plauen

Das Trinkwasser für die Bewohner von Plauen wird mit der Hilfe von zwei Wasserwerken gewonnen: Meßbach und Jößnitz, welche beide dem Zweckverband Wasser Abwasser Vogtland unterstehen. Um das Trinkwasser zu desinfizieren, den pH-Wert einzustellen und eine adäquate Filterung zu vollziehen, wird bei der Aufbereitung unter anderem Calciumcarbonat eingesetzt. Die Stadt Plauen weist für die Sicherung der Wasserqualität fünf Wasserschutzgebiete auf. Diese liegen rund um das Wasserwerk Meßbach, die Tiefbrunnen in Jößnitz und Neundorf sowie die Quellgebiete Syrau und Kaltenbach.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Plauen

Der als “Weiße Elster” bekannte Fluss fließt mitten durch die Stadt Plauen. Dabei handelt es sich um einen Nebenfluss der Saale, dessen Wasserqualität allerdings nicht besonders gut ist. Aufgrund dieser Tatsache darf man dort auch nicht baden. Im Vogtland gibt es jedoch eine Vielzahl an Talsperren, bei denen die Wasseranalyse bestätigt, dass das Schwimmen erlaubt ist, etwa die Talsperre Pöhl oder die Talsperre Falkenstein.

Besonderheiten zum Plauener Trinkwasser

Die Versorgung der Stadt Plauen mit Trinkwasser erfolgt durch die Stadtwerke, die dem Zweckverband Wasser Abwasser Vogtland unterstehen. Dieser hat eine bewegte Geschichte, die sich bis in die 90er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts zurückverfolgen lässt. Eine adäquate Trinkwasserversorgung ist im gesamten Bundesland Sachsen aufgrund der mangelhaften Wasserqualität, wie zum Beispiel in Bezug auf die Saale, ein Punkt, der stetig weiterentwickelt wird.

Häufig gestellte Fragen zum Plauener Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Plauener Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Plauen wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Plauener Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Plauener Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Plauener Leitungswasser trinken?

Die Plauener Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Plauen sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Plauener Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Plauen über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Plauener Trinkwasser Legionellen?

Die Plauener Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

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