Wasserqualität in
Niederösterreich

Trinkwasser und Wappen in Niederösterreich

Leitungswasser in Niederösterreich - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 3. November 2021
Lesedauer: 11 Minuten

Niederösterreich ist mit fast 20.000 km² das größte österreichische Bundesland und umschließt die Bundeshauptstadt Wien, die ein eigenes Bundesland darstellt. Niederösterreich teilt sich in die vier Regionen Wald- und Weinviertel (nördlich der Donau) sowie Most- und Industrieviertel (südlich der Donau) auf.

Die Landeshauptstadt St. Pölten, die im Mostviertel liegt, zählt zu den ältesten Städten Österreichs, da man bereits Siedlungsaktivitäten während der Steinzeit nachweisen konnte. Heute gilt sie als modernes Landeszentrum, in dem Unternehmen wie die „Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ“ ihre Niederlassung haben; diese gehört zu 100 Prozent dem Land Niederösterreich.

Die größten Wasserversorger des Landes sind die Unternehmen „EVN Wasser“ sowie der „Triestingtaler Wasserleitungsverband“. Gemeinsam mit Wasserverbänden, Gemeinden, genossenschaftlichen und privaten Versorgungsunternehmen kümmern sie sich darum, den jährlichen Gesamtbedarf von Trink- und Nutzwasser, der aktuell bei etwa 250 Millionen m³ liegt, zu decken. Zusätzlich liefert man pro Jahr etwa 60 Millionen m³ an das Burgenland und nach Wien.

Derzeit verfügt Niederösterreich über eine nutzbare Grundwassermenge von rund 880 Millionen m³. Durch die variierenden Bodenstrukturen sind die Ressourcen jedoch recht unterschiedlich verteilt.

Die „Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach“ benennt auf ihrer Internetseite mit Mödling, Triestingtal, Wiener Neustadt, Klosterneuburg und Krems gleich fünf ausgewählte Wasserwerk-Standorte für Niederösterreich. In Mödling fördert man jährlich 2,45 Millionen m³ Wasser und in Triestingtal zwischen 12 und 14 Millionen m³. Das Wasserwerk Wiener Neustadt liefert rund 4 Millionen m³, aus Klosterneuburg kommen 2,2 Millionen m³ und aus Krems ca. 3 Millionen m³ Trinkwasser.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Niederösterreich.

Wasserhärte in Niederösterreich

Spricht man von Wasserhärte, meint man meist automatisch den Kalkgehalt des Wassers. Dieser kommt größtenteils durch das Verhältnis von Calcium und Magnesium zustande und wird in die Kategorien Weich, Mittel und Hart eingestuft. Generell die niederösterreichische Wasserhärte oder andere, in einer Trinkwasseranalyse aufgeführten Parameter zu bestimmen, ist schwierig, da das Land einerseits eine Fläche von fast 20.000 Kilometern hat und andererseits das Wasser aus unterschiedlichen Bodenschichten stammt.

Selbst innerhalb der einzelnen niederösterreichischen Bezirke schwanken die Werte der Wasserhärte. So liegt der Kalkgehalt etwa in Melk zwischen 16 dH (mittel) und 34 dH (sehr hoch) und in Krems a.d. Donau bei 21 dH. In der Stadt St. Pölten befindet sich die Wasserhärte mit 16 dH im mittleren Bereich, während sich der Bezirk St. Pölten mit Werten zwischen 21 dH und 41 dH präsentiert. Sehr hartes Wasser (25 dH – 43 dH) gibt es in Tulln, dagegen schwankt der Kalkgehalt in Waidhofen an der Thaya mit 11 dH bis 13 dH eher im unteren Bereich.

Weiterführende Details – etwa zur Wasserhärte und zu Parametern, die in einer Trinkwasseranalyse berücksichtigt werden – haben wir hier zusammengefasst.

Informationen zur niederösterreichischen Wasserqualität

In seinem Strategiekonzept berichtet das „Amt der NÖ Landesregierung“ darüber, dass der gesamte Trinkwasserbedarf des Landes aus Quell- und Grundwasser gedeckt werden kann. Einerseits muss man auf diese Weise nicht auf sogenanntes behandeltes Flusswasser zurückgreifen, andererseits gibt es regionale Qualitätsunterschiede des Grundwassers. So verursachen Nitratbelastungen durch Überdüngung oder Überweidung, aus Abwasser und Altlasten ebenso Grundwasserkontaminationen wie etwa Chlorid-Absonderungen, die an Industriestandorten oder alten Deponien in die Erde sickern.

Im Rahmen des Grundwassermonitorings stellte man regionale Belastungen mit Nitrat z.B. im Prellenkirchner Flur, im Marchfeld und im Zayatal fest. Chlorid-Parameter maß man ebenfalls im Marchfeld und im Prellekirchner Flur sowie im Horner Becken und im Nördlichen Tullner Feld. Chlorierte Kohlenwasserstoffe traten im südlichen Wiener Becken auf. Allerdings verursachten sämtliche gemessene Parameter keine gesundheitsschädigende Trinkwasserbeeinträchtigung.

Zwar ist der Standard der niederösterreichischen Trinkwasserversorgung aktuell sehr hoch, dennoch ist es wichtig, auch die zukünftige Wasserqualität zu gewährleisten. Aus diesem Grund teilte man Niederösterreich in zwölf Trinkwasserregionen ein, um konkret den aktuellen Status feststellen und zukünftig Themen wie Wasserbedarf, Grundwasserentnahme und Trinkwasserqualität analysieren zu können.

Wie gut ist die österreichische Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Niederösterreich zuständig?

In Niederösterreich arbeiten die Wasserwerke und Wasserversorger eng zusammen, um die Bevölkerung tagtäglich mit frischem Trinkwasser zu beliefern. Bevor allerdings das Leitungswasser in die Häuser fließen kann, unterliegt es strengen Kontrollen und Analysen. In akkreditierten Laboren untersucht man das Wasser gemäß geltender Trinkwasserverordnung auf die dort festgelegten Parameter und deren Grenzwerte. Unabhängige Institute und öffentliche Stellen führen weitere Proben und Analysen in regelmäßigen Abständen durch.

Laut Auskunft des „Amtes der NÖ Landesregierung – Abteilung Umwelthygiene“ sind die Wasserversorger sogar dazu verpflichtet, einmal jährlich die Haushalte entweder über Informationsblätter oder als Anlage zur Wasserrechnung über die Analyse diverser Parameter zu unterrichten. Dazu zählen Nitrat, Pestizide, Wasserhärte, Wasserstoffionenkonzentration, Carbonathärte sowie die Mineralstoffe Kalzium, Natrium, Magnesium, Kalium, Chlorid und Sulfat. Weitere Untersuchungswerte muss der Wasserversorger auf Anfrage des Kunden ebenfalls schriftlich mitteilen.

Kontakt - Wasserwerke Niederösterreich

  • Fragen Sie bei ihrer Ortschaft nach oder nutzen Sie eine Suchmaschine um ihr zuständiges Wasserwerk zu ermitteln.

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach

Welche Parameter können im niederösterreichischen Leitungswasser bedenklich werden?

Um die Wasserversorgung tagtäglich zu gewährleisten, sind die Wasserbetriebe in Niederösterreich dazu verpflichtet, die geltende Trinkwasserverordnung einzuhalten. In dieser Vorschrift sind alle Parameter enthalten, die die Versorgung mit sauberem und frischem Trinkwasser sicherstellen sollen. Dabei wurden Grenzwerte festgelegt, auch um zu demonstrieren, wie wichtig es ist, die einzelnen Substanzen im Fokus zu behalten, damit das kostbare Nass nicht kontaminiert wird und gesundheitliche Schäden zur Folge hat.

Leider werden immer außerdem noch zahlreiche Pestizide, Arzneimittel und Mikroplastik hinsichtlich der Grenzwerte stiefmütterlich behandelt. Ihre Wirkung auf das Grundwasser ist jedoch fatal.

Viele Menschen sind sich auch nicht bewusst, dass z.B. alte Rohrleitungen aus Blei und Kupfer gesundheitsschädigend sein können: Sie geben Partikel an das Leitungswasser ab, das auf diese Weise ins Essen oder in das Glas Wasser gelangen. Auch alte Armaturen können das Trinkwasser kontaminieren.

Vitalhelden

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Woher kommt das Trinkwasser in Niederösterreich?

Das Trinkwasser in Niederösterreich stammt aus Grund- und Quellwasservorkommen. Rund 90 Prozent der Bevölkerung sind an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen, die restlichen 10 Prozent entnehmen das Trinkwasser z.B. eigenen, genehmigten Brunnenanlagen.

Wie in Deutschland stehen in Österreich ebenfalls umfassende Maßnahmen zum Wasserschutz zur Verfügung. Nicht nur die Brunnenanlagen unterliegen strikten Vorschriften, auch die Schutzzonen (I bis III) und erlassenen Wasserschutzgebiete wurden mit Nutzungseinschränkungen, Ge- und Verboten belegt.

Für Badefans ist die Wasserqualität ebenso ein wichtiger Punkt. Zwar wird aus den Seen kein Trinkwasser gewonnen, zahlreiche See-, Teich- und Flussufer unterliegen dennoch strengen Qualitätskontrollen: Bei regelmäßigen Probenentnahmen kontrolliert man die physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Faktoren, um ein buchstäblich ungetrübtes Badevergnügen sicherstellen zu können.

Weitere Informationen

Gemäß der Richtlinie 2006/7/EG des Rates der Europäischen Union über die Qualität der Badegewässer ist man in Niederösterreich zur Überprüfung der wichtigsten Badegewässer verpflichtet. Damit beginnt man zwei Wochen vor Start in die Badesaison und führt weitere Untersuchungen in zweiwöchigen Intervallen durch.

In der Badesaison 2021 berücksichtigte man dabei 28 Badestellen in den Bezirken Baden, Gänserndorf, Gmünd, Horn, Korneuburg, Krems, Melk, Mistelbach, Mödling, St. Pölten und St. Pölten Stadt, sowie in Scheibbs, Tulln und Zwettl und führte jeweils fünf Untersuchungen durch. Den Badestellen attestierte man überwiegend eine ausgezeichnete Qualität. Einzig bei drei Badestellen ergab jeweils eine von fünf Untersuchungen eine negative Bewertung (Erholungszentrum Oberwaltersdorf, Badeteich Poysdorf und Waldbad Rappotenstein).

Häufig gestellte Fragen zum niederösterreichischen Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, niederösterreichisches Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Niederösterreich wird gemäß der niederösterreichischen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das niederösterreichische Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom niederösterreichischen Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das niederösterreichische Leitungswasser trinken?

Die niederösterreichischen Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Die niederösterreichischen Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Niederösterreich sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im niederösterreichischen Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. Normalerweise wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Niederösterreich über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im niederösterreichischen Trinkwasser Legionellen?

Die niederösterreichischen Wasserwerke liefern ausnahmslos aufbereitetes Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im niederösterreichischen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

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