Wasserqualität in Halle (Saale)

Wasserhärte in Halle (Saale)

4,19 °dH

weich

Das Trinkwasser in Halle (Saale) hat eine Härte von 4,19 °dH und fällt damit in den Härtebereich weich. Der Wert gilt für das gesamte Stadtgebiet und stammt aus dem Jahresmittel 2025. Alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten. Versorger ist die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH.

Halle bezieht sein Wasser über die Ostharzleitung aus der Rappbodetalsperre im Harz. Daher gibt es für die ganze Stadt nur eine Versorgungszone — und mit 24,22 mg/l Calcium wenig Mineralstoffe.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

4,19°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 0,7.

Waschmittel

weich

Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Fernwasserentnahmestelle Reideburg
4,19
°dH · weich
gesamtes Stadtgebiet — Übergabestelle der Ostharzleitung, gespeist aus der Rappbodetalsperre im Harz

Die Werte auf einen Blick

11

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

3

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Halle (Saale) nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH.

ParameterFernwasserentnahmestelle Reideburg Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH4,19Mineralstoff
Calciummg/l24,22Mineralstoff
Magnesiummg/l3,28Mineralstoff
Kaliummg/l0,88Mineralstoff
Natriummg/l7,67200 4 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l8,7850 18 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l21,46250 9 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l13,22250 5 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert8,416,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm2082790 7 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l0,0012 0 % des Grenzwerts
Nickelµg/l<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/ln.n.0,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Fernwasserentnahmestelle Reideburg, Jahresmittel 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

PFAS-Summen sind in dieser Analyse nicht enthalten.

4,19 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren

So weiches Wasser hinterlässt in Halle (Saale) kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 16 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Auf das Trinkwasser wirkt sich das nicht aus — und zwar aus einem Grund, der Halle von den meisten deutschen Großstädten unterscheidet.

Halle gewinnt sein Trinkwasser nicht vor Ort. Es stammt aus der Rappbodetalsperre im Harz und läuft über die Ostharzleitung in die Stadt. Talsperrenwasser ist Oberflächenwasser: Regen und Schmelzwasser, das über die Grauwacken und Schiefer des Harzes abfließt — Gesteine, die kaum Calcium und Magnesium abgeben. Wasser, das nicht jahrzehntelang durch Kalkstein sickert, nimmt auch keinen Kalk auf. Das erklärt den Härtewert dieser Seite, und es erklärt, warum es nur einen gibt.

Warum das hallesche Wasser so weich ist

Weich heißt mineralarm, und das ist Vorteil und Nachteil zugleich. Ein Liter halleschen Leitungswassers liefert 24,22 mg Calcium und 3,28 mg Magnesium. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei etwa 1.000 mg Calcium und 300 bis 350 mg Magnesium — ein Liter deckt davon rund zwei beziehungsweise ein Prozent. In Städten mit hartem Wasser sind es beim Calcium zwanzig Prozent und mehr. Wer seine Mineralstoffversorgung über das Leitungswasser mit abdecken möchte, kann das hier nicht.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Halle (Saale) auf Rang 235 — weicher als 99 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Halle (Saale) · 4,19 °dH

Ein einziger Härtewert für die ganze Stadt

Für eine Stadt dieser Größe ist das ungewöhnlich. In den meisten Großstädten speisen mehrere Wasserwerke ins Netz, die Anteile schwanken je nach Jahreszeit und Bedarf, und die Härte fällt von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich aus.

Immer war das nicht so. Bis 2007 trug das Wasserwerk Beesen in der Elster-Saale-Aue zur Versorgung der Stadt bei. Es ist außer Betrieb, das Wasserschutzgebiet im Süden der Stadt besteht aber weiter.

Aufbereitung, pH-Wert und die übrigen Messwerte

Der pH-Wert von 8,41 ist das Ergebnis der Entsäuerung.

Der Wert liegt im oberen Teil der zulässigen Spanne von 6,5 bis 9,5, und das ist Absicht. Hartes Wasser legt im Lauf der Zeit eine dünne Kalkschicht auf die Rohrinnenwand, die das Metall darunter schützt. Weiches Wasser tut das nicht. Statt dieser Schutzschicht arbeitet man mit einem angehobenen pH-Wert, damit das Wasser Kupfer- und Bleileitungen nicht angreift. Der hohe pH-Wert ist also kein Makel, sondern die Voraussetzung dafür, dass weiches Wasser im Netz unproblematisch bleibt.

Nitrat liegt bei 8,78 mg/l gegenüber einem Grenzwert von 50 — ein Wert, wie ihn ein bewaldeter Mittelgebirgsraum ohne intensive Landwirtschaft hervorbringt.

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Was 4,19 °dH im Haushalt bedeuten

Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss. Alle genannten Werte gelten für die Entnahmestelle, nicht für Ihren Hahn. Was zwischen Übergabepunkt und Küche passiert — alte Stränge, selten benutzte Leitungen, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen —, steht in keiner Versorgeranalyse. Weil weiches Wasser keine schützende Kalkschicht aufbaut, ist die Beschaffenheit der Hausinstallation hier eher wichtiger als in Städten mit hartem Wasser, nicht unwichtiger.

Drei Handgriffe, die in Halle etwas bringen:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der einfachste und wirksamste Schritt, und er kostet nichts.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und Warmwasser ist der Ort, an dem sich Legionellen vermehren.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen in einem Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für genau diesen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil der Wert der Entnahmestelle dazu nichts sagen kann.

Ihr Wasserversorger

Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Halle (Saale) bedenkenlos trinken?

Ja. Von rund 80 untersuchten Parametern ist im Jahresmittel 2025 keiner auffällig, alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten. Blei, Nickel, Arsen und Uran liegen unter der Bestimmungsgrenze, die Summe der Pestizide bei 0, und Nitrat erreicht mit 8,78 mg/l nicht einmal ein Fünftel des Grenzwerts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Halle wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter.

Wie hart ist das Wasser in Halle (Saale)?

4,19 °dH — das ist der Härtebereich weich, der nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bis 8,4 °dH reicht. Halle liegt bei nicht einmal der Hälfte dieses Schwellenwerts.

Dahinter stehen 24,22 mg/l Calcium und 3,28 mg/l Magnesium. Rechnet man die Härte aus diesen beiden Werten nach, kommt man auf 4,15 °dH. Für die Dosierung von Waschmittel, Spülmaschinensalz und Entkalkern gilt in der ganzen Stadt die niedrigste Stufe.

Woher kommt das Trinkwasser in Halle (Saale)?

Aus der Rappbodetalsperre im Harz. Das Wasser läuft über die Ostharzleitung nach Halle und wird vor der Verteilung geflockt, durch eine zwei Meter dicke Sandschicht filtriert und entsäuert.

Lokales Grundwasser spielt keine Rolle mehr: Das Wasserwerk Beesen in der Elster-Saale-Aue trug bis 2007 zur Versorgung bei und ist seither außer Betrieb. Das Wasserschutzgebiet im Süden der Stadt besteht weiter und hält die dortigen Grundwasserreserven in guter Qualität.

Ist das Wasser in allen Stadtteilen von Halle gleich?

Ja. Halle hat nur eine Versorgungszone, die Fernwasserentnahmestelle Reideburg. Was dort aus der Fernleitung ins Netz geht, erreicht alle Stadtteile — Altstadt, Neustadt und Reideburg bekommen dasselbe Wasser mit denselben 4,19 °dH.

Für eine Stadt dieser Größe ist das ungewöhnlich. Wo mehrere Wasserwerke einspeisen, unterscheidet sich die Härte oft von Stadtteil zu Stadtteil und verschiebt sich zusätzlich mit der Jahreszeit. In Halle entfällt beides, weil das gesamte Wasser über eine einzige Übergabestelle kommt.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Halle trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das hallesche Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt mit 8,78 mg/l weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Uran unter 0,5 µg/l und damit unter der Bestimmungsgrenze — beides sind die Parameter, auf die es bei Säuglingen besonders ankommt.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung.

Braucht man bei weichem Wasser mehr oder weniger Waschmittel?

Weniger. Waschmittel enthalten Enthärter, die zuerst Calcium und Magnesium binden, bevor die Tenside wirken können. Je weniger davon im Wasser gelöst ist, desto kleiner die nötige Dosis — in Halle gilt durchgehend die niedrigste Dosierstufe auf der Packung.

Überdosieren wäscht nicht sauberer. Das überschüssige Mittel bleibt als Rückstand in der Wäsche und landet im Abwasser. Ein Wasserenthärter für die Waschmaschine ist bei 4,19 °dH überflüssig.

Ist Chlor im halleschen Trinkwasser?

Im Regelfall nein. In Deutschland wird Trinkwasser nur dann gechlort, wenn ein mikrobiologischer Befund oder eine Arbeit am Netz es erfordert — dann befristet und innerhalb des zulässigen Grenzwerts.

Wenn Ihr Wasser vorübergehend nach Chlor riecht, hilft es, es in einer offenen Karaffe stehen zu lassen; ein Aktivkohlefilter bindet Chlor ebenfalls. Ob aktuell desinfiziert wird, erfahren Sie beim Versorger, nicht auf dieser Seite.