Wasserqualität in Weimar
Wasserhärte in Weimar
3,5–27,6 °dH
weich · mittel · hart · 6 Versorgungszonen
Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.
Welche Zone versorgt mich?
Das Trinkwasser in Weimar hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Der Wasserversorgungszweckverband Weimar betreibt sechs Anlagen mit 3,5 bis 27,6 °dH: vom weichen Talsperrenwasser bis zum harten Wasser des Wasserwerks Heichelheim. Damit kommen in Weimar alle drei gesetzlichen Härtebereiche vor.
Welche Anlage welchen Ortsteil versorgt, veröffentlicht der Verband nicht; diese Auskunft gibt es nur auf Nachfrage. Der Uranwert der TWA Hohenfelden liegt mit 9,8 µg/l knapp unter dem Grenzwert von 10 µg/l und hält ihn ein.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
27,6°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 4,9. Gilt für die härteste Zone.
Waschmittel
weichje nach Zone
Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.
Kalk
kaum
Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
14
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
0
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
6 VersorgungszonenTrinkwasserwerte Weimar nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Wasserversorgungszweckverband Weimar.
| Parameter | Talsperrenwasser | Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Hohenfelden | Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Bad Berka | Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Tiefengruben | Wasserwerk (WW) Sachsenhausen | Wasserwerk (WW) Heichelheim | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 3,5 | 11,7 | 13,0 | 16,9 | 22,2 | 27,6 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 23,0 | 56,8 | 58,9 | 91,9 | 96,9 | 120 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 1,1 | 16,1 | 20,5 | 17,5 | 37,4 | 47,1 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 3,6 | 2,5 | 4,5 | 3,8 | 5,1 | 7,5 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 14,3 | 4,5 | 11,8 | 8,6 | 19,2 | 49,9 | 200 | 25 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 4,5 | 16,5 | 10,3 | 15,8 | 37,9 | 44,2 | 50 | 88 % des Grenzwerts |
| Nitritmg/l | <0,005 | <0,005 | <0,005 | <0,005 | <0,005 | <0,005 | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
| Sulfatmg/l | 9,6 | 30,9 | 69,5 | 108 | 85,9 | 134 | 250 | 54 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 13,3 | 11,9 | 21,3 | 18,5 | 38,6 | 51,2 | 250 | 20 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Hydrogencarbonatmg/l | – | 195 | 188 | 184 | 323 | 470 | — | Mineralstoff |
| Fluoridmg/l | 0,09 | 0,21 | 0,13 | 0,13 | 0,16 | 0,4 | 1,5 | 27 % des Grenzwerts |
| pH-Wert | 8,24 | 7,54 | 7,94 | 7,78 | 7,41 | 7,43 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 189 | 449 | 485 | 531 | 751 | 1130 | 2790 | 41 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,001 | 0,0085 | 0,0023 | 0,0017 | 0,0028 | 0,0044 | 2 | 0 % des Grenzwerts |
| Nickelµg/l | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | <1 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | <0,5 | 9,8 | 1,0 | 5,2 | 0,5 | 0,7 | 10 | 98 % des Grenzwerts |
| Arsenµg/l | <0,5 | 1,7 | <0,5 | 1,7 | <0,5 | <5 | 10 | 17 % des Grenzwerts |
| Summe PFAS-20µg/l | <0,03 | – | – | – | – | – | 0,1 | unter Bestimmungsgrenze |
| Pestizide gesamtµg/l | <0,5 | – | – | – | – | – | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Talsperrenwasser, Aktualisierungsstand Januar 2026; Gruppe-A-Probenahme 08.01.2026, weitere Untersuchungen 29.01.2025 und 24.03.2025, Korrosionsuntersuchung 05.08.2024 · Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Hohenfelden, Aktualisierungsstand Juli 2026; Gruppe-A-Probenahme 09.02.2026, Gruppe B 01.04.2025, Korrosionsuntersuchung 03.06.2024 · Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Bad Berka, Aktualisierungsstand Juli 2026; Gruppe-A-Probenahme 09.06.2026, Gruppe B 07.01.2025, Korrosionsuntersuchung 02.02.2026 · Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Tiefengruben, Aktualisierungsstand Juli 2026; Gruppe-A-Probenahme 09.06.2026, Gruppe B 07.01.2025, Korrosionsuntersuchung 29.01.2025 · Wasserwerk (WW) Sachsenhausen, Aktualisierungsstand Juli 2026; Gruppe-A-Probenahme 18.05.2026, Gruppe B 29.01.2025, Korrosionsuntersuchung 13.02.2025 · Wasserwerk (WW) Heichelheim, Aktualisierungsstand Juli 2026; Gruppe-A-Probenahme 18.05.2026, Gruppe B 14.01.2025, Korrosionsuntersuchung 22.04.2025
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.
Beim Wasserwerk Heichelheim liegt die Bestimmungsgrenze für Arsen bei 5 µg/l, zehnmal höher als in den übrigen Anlagen mit 0,5 µg/l. Der Wert ist dort deshalb weniger aussagekräftig.
Für das Talsperrenwasser nennt der Verband kein Hydrogencarbonat, nur Säurekapazität und Carbonathärte. Deshalb bleibt dieses Feld hier leer.
Die Analyse zeigt, was gemessen wurde — nicht, was drin ist
Geprüft wird, was die Trinkwasserverordnung vorschreibt, und geliefert wird innerhalb dieser Grenzen — dafür steht der WZV Weimar. Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle trotzdem nicht: was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — und was gar nicht erst untersucht wird.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 20 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.
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Für das, was aus dem Hahn kommt, ist eine andere Zahl entscheidend: sechs. So viele Anlagen speisen das Netz, und keine davon steht in der Stadt Weimar selbst. Die Trinkwasseraufbereitungsanlagen liegen in Hohenfelden, Bad Berka und Tiefengruben, die Wasserwerke in Sachsenhausen und Heichelheim, dazu kommt aufbereitetes Talsperrenwasser. Fünf dieser Wässer stammen aus dem Untergrund des Thüringer Beckens, gefördert meist aus Brunnen von mehr als hundert Metern Tiefe. Eines fällt als Oberflächenwasser in einem Gebirge an, dessen Gestein kaum Kalk abgibt. Daher kommt der Unterschied, um den es auf dieser Seite geht.
Von 3,5 bis 27,6 °dH: alle drei Härtebereiche in einer Stadt
Das härteste der sechs Weimarer Wässer ist fast achtmal so hart wie das weichste. Die sechs Anlagen des WZV Weimar weisen aus:
Praktisch heißt das: Die Waschmitteldosierung ist im Verbandsgebiet keine einheitliche Einstellung, und im harten Bereich fällt deutlich mehr Kalk an. Wasserkocher und Kaffeemaschine entkalken wird dann zur regelmäßigen Aufgabe, während es bei 3,5 °dH kaum anfällt.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Weimar auf Rang 4 — härter als 98 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Weimar · 27,6 °dH
Welche Anlage welchen Ortsteil versorgt, ist nicht veröffentlicht
Diese Zuordnung lässt sich von außen nicht belegen, deshalb steht sie hier nicht. Der WZV Weimar veröffentlicht zwei Dinge getrennt voneinander: die Analysen je Anlage, aus denen die Werte auf dieser Seite stammen, und eine Härtebereichs-Kategorie je Ortsteil. Beides zusammenzuführen wäre geraten, nicht belegt — aus der Kategorie „mittel" für einen Ortsteil folgt nicht, ob das Wasser aus Hohenfelden oder aus Bad Berka kommt.
Wer wissen will, welche Anlage die eigene Adresse speist, muss beim Verband nachfragen. Für den Alltag genügt meist die veröffentlichte Kategorie des Ortsteils: Sie reicht für Waschmittel und Spülmaschine. Wer die vollständigen Werte für seine Adresse braucht — für ein Aquarium, eine Kaffeemaschine mit Härteeinstellung oder aus Interesse am Uranwert —, kommt um die Nachfrage nicht herum.
Zwei Werte nah am Grenzwert, beide eingehalten
In zwei der sechs Analysen steht je ein Wert dicht unter seinem Grenzwert. Beide Grenzwerte sind eingehalten, und genau das steht in den Unterlagen des Verbands.
Uran, TWA Hohenfelden: 9,8 µg/l. Der Grenzwert der Trinkwasserverordnung beträgt 10 µg/l. Uran ist ein natürlicher Bestandteil vieler Gesteine, und Grundwasser, das uranhaltige Schichten durchfließt, nimmt es auf — es wird nicht eingetragen, sondern gelöst. Der Grenzwert ist so bemessen, dass Wasser, das ihn einhält, lebenslang getrunken werden kann.
Nitrat, WW Heichelheim: 44,2 mg/l. Der Grenzwert beträgt 50 mg/l. Nitrat stammt überwiegend aus der Landwirtschaft, und das Thüringer Becken wird intensiv bewirtschaftet. Der Wert schwankt erkennbar: Dieselbe Anlage kam in der Korrosionsuntersuchung vom 22. April 2025 auf 35,5 mg/l. In Sachsenhausen sind es 37,9 mg/l, in den übrigen vier Anlagen zwischen 4,5 und 16,5 mg/l.
Der Rest ist unauffällig — und das ist bei sechs getrennt gewonnenen Wässern keine Nebensache, sondern das eigentliche Ergebnis. Je nach Anlage umfasst die Untersuchung 69 bis 85 Parameter.
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Woher das Weimarer Trinkwasser kommt
Aus dem Thüringer Wald und aus dem eigenen Untergrund. Man gewinnt Trinkwasser aus der Ohratalsperre und nutzt Vorkommen am Nordhang des Ettersberg-Massivs; gefördert wird meist aus Grundwasserbrunnen von mehr als hundert Metern Tiefe, bevor das Wasser in die Aufbereitung und durch die vorgeschriebenen Prüfungen läuft. Wie Trinkwasser gewonnen wird, unterscheidet sich zwischen beiden Wegen grundlegend.
Am Talsperrenwasser sieht man das sofort: 23,0 mg/l Calcium, 1,1 mg/l Magnesium, 9,6 mg/l Sulfat, 4,5 mg/l Nitrat, pH 8,24, 189 µS/cm. Oberflächenwasser aus einem Einzugsgebiet, dessen Gestein kaum Kalk abgibt, kommt mineralarm an. Die fünf Grundwasseranlagen zeigen das Gegenteil — Muschelkalk und Keuper des Thüringer Beckens geben Calcium, Magnesium und Sulfat ab, und je länger das Wasser im Gestein steht, desto mehr nimmt es auf. In Heichelheim summiert sich das auf 470 mg/l Hydrogencarbonat und 1130 µS/cm.
Untersucht wird nicht überall gleich tief: PFAS sind nur im Talsperrenwasser gemessen worden, wo die Summe der 20 Einzelstoffe unter der Bestimmungsgrenze lag; in den fünf Grundwasseranlagen fehlt dieser Parameter.
Ihr Wasserversorger
Wasserversorgungszweckverband Weimar
- Trinkwasserwerte und Analysen: wasserversorgung-weimar.de
- Störungsannahme: 03643 7444-444
Was 3,5 bis 27,6 °dH im Haushalt bedeuten
Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und dazu sagt keine Analyse des Wasserwerks etwas: alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen.
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
- Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen verwenden. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen im Altbau eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Blei aus alten Hausleitungen ist der eine Fall, in dem eine eigene Analyse etwas beantwortet, was die Versorgeranalyse nicht beantworten kann — denn die endet vor der Wohnungstür.
Filterleistung
Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Weimar bedenkenlos trinken?
Ja. Alle sechs Anlagen des WZV Weimar halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Zwei Werte liegen dicht darunter, ohne sie zu überschreiten: Uran mit 9,8 µg/l in der TWA Hohenfelden bei einem Grenzwert von 10 µg/l und Nitrat mit 44,2 mg/l im Wasserwerk Heichelheim bei einem Grenzwert von 50 mg/l.
Der übliche Vorbehalt gilt in Weimar wie überall: Die Zuständigkeit des Verbands endet am Hausanschluss, danach entscheidet die Hausinstallation. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, vor der Entnahme kurz ablaufen.
Wie hart ist das Wasser in Weimar?
Zwischen 3,5 und 27,6 °dH, je nach Anlage: Talsperrenwasser 3,5 °dH, TWA Hohenfelden 11,7, TWA Bad Berka 13,0, TWA Tiefengruben 16,9, WW Sachsenhausen 22,2 und WW Heichelheim 27,6 °dH.
Damit deckt ein einziges Versorgungsgebiet alle drei gesetzlichen Härtebereiche ab: weich unter 8,4 °dH, mittel von 8,4 bis 14,0, hart darüber. Ein Durchschnittswert für Weimar, wie er verbreitet genannt wird, beschreibt deshalb keinen einzigen Haushalt.
Ist das Wasser in allen Weimarer Ortsteilen gleich?
Nein, und die Unterschiede sind groß: Zwischen der weichsten und der härtesten Anlage liegt fast das Achtfache, dazu kommen Unterschiede bei Leitfähigkeit, Nitrat und Uran.
Welche Anlage welchen Ortsteil versorgt, ist allerdings nicht veröffentlicht. Der WZV Weimar publiziert die Analysen je Anlage und, davon getrennt, eine Härtebereichs-Kategorie je Ortsteil. Beides lässt sich von außen nicht zu einer belegten Zuordnung verbinden. Wer die versorgende Anlage seiner Adresse kennen will, muss beim Verband nachfragen.
Woher kommt das Trinkwasser in Weimar?
Aus der Ohratalsperre im Thüringer Wald und aus Grundwasser des Thüringer Beckens. Der Verband nutzt außerdem Vorkommen am Nordhang des Ettersberg-Massivs und fördert meist aus Brunnen von mehr als hundert Metern Tiefe.
Aufbereitet wird an sechs Stellen: den Trinkwasseraufbereitungsanlagen Hohenfelden, Bad Berka und Tiefengruben, den Wasserwerken Sachsenhausen und Heichelheim sowie in der Aufbereitung des Talsperrenwassers. Für die Gewinnungsgebiete wurden mehr als 20 Wasserschutzgebiete festgesetzt, dazu zwei Heilquellenschutzgebiete.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Weimar trinken?
Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt — das ist bei allen sechs Weimarer Anlagen der Fall. Nitrat liegt zwischen 4,5 und 44,2 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l, Uran zwischen unter 0,5 und 9,8 µg/l bei einem Grenzwert von 10 µg/l. Beide Grenzwerte sind so bemessen, dass auch Säuglinge das Wasser dauerhaft aufnehmen können.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden.
Ist der Uranwert im Weimarer Trinkwasser ein Problem?
Der Grenzwert ist eingehalten. Die TWA Hohenfelden weist 9,8 µg/l aus, der Grenzwert der Trinkwasserverordnung liegt bei 10 µg/l. Uran ist ein natürlicher Bestandteil vieler Gesteine und wird vom Grundwasser gelöst, es wird nicht eingetragen.
Die anderen fünf Anlagen liegen klar darunter: 5,2 µg/l in Tiefengruben, 1,0 in Bad Berka, 0,7 in Heichelheim, 0,5 in Sachsenhausen, unter 0,5 im Talsperrenwasser. Weil der Wert je Anlage so unterschiedlich ausfällt, ist die Frage nach der versorgenden Anlage hier praktisch relevant — beantworten kann sie nur der Verband.
Wird das Weimarer Trinkwasser gechlort?
Eine dauerhafte Chlorung geht aus den Analysen nicht hervor. Messbar sind Trihalogenmethane, die als Nebenprodukte einer Chlorung entstehen: 5,8 µg/l in Heichelheim, 3,5 in Hohenfelden, 0,7 in Tiefengruben, 0,3 in Sachsenhausen und unter 0,5 in Bad Berka. Der Grenzwert für die Summe liegt bei 50 µg/l.
In Deutschland wird desinfiziert, wenn ein mikrobiologischer Befund oder eine Baumaßnahme es erfordert, und der Versorger muss das bekanntgeben. Ob gerade desinfiziert wird, steht deshalb beim WZV Weimar, nicht auf dieser Seite.
An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Weimar?
An den WZV Weimar, Störungsannahme 03643 7444-444. Der Entstördienst ist zuständig für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.
Probleme, die erst hinter dem Hausanschluss entstehen — trüber Erstauslauf nach langer Standzeit, Druckabfall in einer einzelnen Wohnung, Geruch nur an einer Armatur —, fallen dagegen an Eigentümer oder Vermieter. Ein Abkochgebot ordnet das Gesundheitsamt an; solche Meldungen finden Sie beim Verband und beim Amt.




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