Wasserqualität in Eschweiler

Wasserhärte in Eschweiler

3,517,9 °dH

hart · mittel · weich · 4 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Eschweiler hält alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte reicht je nach Aufbereitungsanlage von 3,5 bis 17,9 °dH und deckt damit alle drei gesetzlichen Härtebereiche ab: weich in Roetgen und Wehebach, mittel in Binsfeldhammer, hart in Hastenrath.

Kein Messwert der vier Analysen erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Welche Stadtteile aus welcher Anlage versorgt werden, ist öffentlich nicht dokumentiert — diese Auskunft gibt das Städtische Wasserwerk Eschweiler.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

17,9°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 3,2. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

hartje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

TWA Hastenrath
17,9
°dH · hart
Grundwasser aus dem Eschweiler Stadtgebiet, geschützt durch das Wasserschutzgebiet Hastenrather Graben
TWA Binsfeldhammer
10,5
°dH · mittel
Aufbereitungsanlage im Indetal zwischen Eschweiler und Stolberg; dieselbe Anlage taucht auch in der Aachener Versorgung auf
TWA Roetgen
3,5
°dH · weich
Talsperrenwasser aus der Nordeifel, aufbereitet in Roetgen rund zwanzig Kilometer südlich von Eschweiler
TWA Wehebach
3,5
°dH · weich
Talsperrenwasser der Wehebachtalsperre im Hürtgenwald, südwestlich von Eschweiler

Die Werte auf einen Blick

10

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

4

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

4 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Eschweiler nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Städtisches Wasserwerk Eschweiler GmbH.

ParameterTWA HastenrathTWA BinsfeldhammerTWA RoetgenTWA Wehebach Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH17,910,53,53,5Mineralstoff
Calciummg/l93,337,120,516,4Mineralstoff
Magnesiummg/l20,722,82,94,7Mineralstoff
Kaliummg/l2,01,71,51,8Mineralstoff
Natriummg/l9,159,414,36,9200 30 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l5,57,06,111,450 23 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l119,876,825,930,3250 48 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l21,518,916,511,2250 9 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,527,88,829,126,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm6536092051782790 23 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<0,10,3<0,1<0,110 3 % des Grenzwerts
Kupfermg/l<0,001<0,001<0,001<0,0012 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l242<120 20 % des Grenzwerts
Uranµg/l0,90,1<0,1<0,110 9 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/ln.n.n.n.n.n.n.n.0,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. TWA Hastenrath, 14.06.2022 · TWA Binsfeldhammer, 22.06.2022 · TWA Roetgen, 07.06.2022 · TWA Wehebach, 07.06.2022

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Für die Anlage Hastenrath steht die Summe der Pflanzenschutzmittel im Bericht wörtlich als „0“ – das heißt, kein Einzelstoff lag über der Bestimmungsgrenze, nicht dass gemessen nichts vorhanden war.

Zwischen 3,5 und 17,9 °dH — Kalk ist dabei nicht das Problem

Calcium und Magnesium sind Mineralstoffe; sie setzen Geräten zu, nicht Ihnen. Und welcher der beiden Werte für Sie gilt, ändert daran nichts. Interessant für das, was Sie trinken, ist etwas anderes: Die Analyse des Versorgers endet am Hausanschluss. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 15 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Vier Trinkwasseraufbereitungsanlagen speisen das Netz: Hastenrath, Binsfeldhammer, Roetgen und Wehebach. Zwei dieser Namen liegen nicht im Stadtgebiet. Roetgen liegt gut zwanzig Kilometer südlich an der belgischen Grenze, die Wehebachtalsperre im Hürtgenwald südwestlich der Stadt. Beides ist Talsperrenwasser aus der Eifel: Regen, der auf Gestein aus dem Devon fällt und über Schiefer und Sandstein abfließt, statt durch Kalk zu sickern. Solches Wasser nimmt kaum Härtebildner auf. Das Eschweiler Grundwasser dagegen wird aus 70 bis 125 Metern Tiefe gefördert und steht mit kalkhaltigen Schichten in Kontakt.

Drei Härtebereiche in einer Stadt

Die Zahlen dahinter zeigen, dass es nicht um mehr oder weniger vom selben Wasser geht, sondern um verschiedene Wässer. Binsfeldhammer liegt bei der Härte in der Mitte, bei der Leitfähigkeit aber mit 609 µS/cm fast auf dem Niveau von Hastenrath — es ist kein verdünntes hartes Wasser, sondern ein anders zusammengesetztes.

Beim Magnesium sind sie mit 20,7 und 22,8 mg/l praktisch gleichauf, in Binsfeldhammer trägt Magnesium also etwa ebenso viel zur Härte bei wie Calcium. Auffällig ist dort außerdem das Natrium mit 59,4 mg/l, gegenüber 9,1 mg/l in Hastenrath und 6,9 mg/l in Wehebach. Der Grenzwert liegt bei 200 mg/l, der Wert ist also unauffällig — aber er lässt sich nicht durch Mischen der übrigen drei Wässer erklären, denn keines von ihnen enthält so viel. Woher das Natrium in Binsfeldhammer stammt, sagt die Analyse nicht.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Eschweiler auf Rang 65 — härter als 72 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Eschweiler · 17,9 °dH

Welcher Stadtteil welches Wasser bekommt, ist nicht belegt

Die Zonennamen in unserer Tabelle sind Anlagennamen, keine Versorgungsgebiete. Wer wissen will, welches der vier Wässer aus dem eigenen Hahn kommt, fragt das Städtische Wasserwerk.

Die Namen taugen dabei nicht als Anhaltspunkt. Hastenrath ist zwar ein Eschweiler Stadtteil, Binsfeldhammer liegt im Indetal zwischen Eschweiler und Stolberg, und Roetgen und Wehebach liegen ganz außerhalb. Zwei der vier Anlagen versorgen ohnehin nicht nur Eschweiler: In unseren Daten für Aachen tauchen dieselben Namen wieder auf, mit fast denselben Werten — Roetgen dort mit 3,7 °dH, Binsfeldhammer mit 10,3 °dH, bei 61 mg/l Natrium und 72 mg/l Sulfat gegenüber 59,4 und 76,8 in Eschweiler. Es ist dasselbe Wasser, an einem anderen Tag gemessen.

Dazu kommt, dass die Wässer sich im Netz mischen. Genau dafür ist die Zumischung von Talsperrenwasser gedacht: Sie senkt den Kalkgehalt des Grundwassers. Ein Messwert am eigenen Hahn kann deshalb zwischen zwei Zonenwerten liegen. Für die Waschmitteldosierung ist das unerheblich, für den Vergleich zweier Straßenzüge nicht.

Sulfat ist mit 48 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Über alle vier Anlagen hinweg bleibt jeder gemessene Stoff unter der Hälfte dessen, was die Trinkwasserverordnung zulässt.

Und da steht am deutlichsten der pH-Wert. Er liegt bei 7,52 in Hastenrath, 7,80 in Binsfeldhammer, 8,82 in Roetgen und 9,12 in Wehebach. Die Trinkwasserverordnung lässt 6,5 bis 9,5 zu, alle vier Werte liegen darin.

Dass ausgerechnet das weichste Wasser den höchsten pH-Wert trägt, ist kein Zufall und kein Mangel, sondern eine Einstellung. Weiches, schwach gepuffertes Wasser löst Metalle leichter als hartes. Deshalb wird Talsperrenwasser in der Aufbereitung entsäuert, bevor es ins Netz geht — der höhere pH-Wert schont die Leitungen. Man sieht der Zahlenreihe also an, welches Wasser aus dem Berg kommt und welches aus dem Stausee.

Die vier Analysen stammen aus dem Juni 2022 und sind die aktuellsten, die veröffentlicht sind. Sie umfassen je nach Anlage 44 bis 61 Parameter. Arsen und PFAS sind in keiner der vier aufgeführt.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Woher das Eschweiler Trinkwasser kommt

Zuständig für Gewinnung, Aufbereitung und Kontrolle ist das Städtische Wasserwerk Eschweiler.

Den Probenahmeplan für das Versorgungsgebiet stellt das Wasserwerk jährlich gemeinsam mit dem Gesundheitsamt auf; im Hochbehälter Stadtwald wird die Wasserqualität täglich kontrolliert.

Ihr Wasserversorger

Städtisches Wasserwerk Eschweiler GmbH

Was hinter dem Hausanschluss in Eschweiler passiert

Die Zuständigkeit des Wasserwerks endet am Hausanschluss. Was danach kommt, liegt beim Eigentümer oder Vermieter, und dazu sagt keine Analyse des Versorgers etwas. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge mit tagelanger Standzeit, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen: All das entsteht hinter der Übergabestelle. In Eschweiler kommt hinzu, dass der Punkt je nach Adresse unterschiedlich schwer wiegt — weiches Wasser löst Metalle etwas leichter, weshalb Bleileitungen in Altbauten in den weich versorgten Bereichen eher zum Thema werden als in Hastenrath.

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für diesen einen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil die Versorgeranalyse dazu nichts sagen kann.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Eschweiler bedenkenlos trinken?

Ja. In allen vier Eschweiler Aufbereitungsanlagen werden die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten, und kein gemessener Stoff erreicht auch nur die Hälfte des jeweils zulässigen Werts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Eschweiler wie überall: Die Verantwortung des Wasserwerks endet am Hausanschluss, danach ist der Eigentümer zuständig. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.

Wie hart ist das Wasser in Eschweiler?

Das kommt auf die Anlage an, die Ihre Adresse versorgt: 3,5 °dH aus Roetgen und Wehebach, 10,5 °dH aus Binsfeldhammer, 17,9 °dH aus Hastenrath. Damit gibt es in Eschweiler weiches, mittelhartes und hartes Wasser nebeneinander.

Die Grenzen zieht das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz: weich unter 8,4 °dH, mittel von 8,4 bis 14,0, hart darüber. Einen gesetzlichen Bereich oberhalb von hart gibt es nicht.

Ist das Wasser in allen Eschweiler Stadtteilen gleich?

Nein, und der Unterschied ist groß: Zwischen 3,5 und 17,9 °dH liegt der Faktor fünf. Welche Stadtteile aus welcher Anlage versorgt werden, ist öffentlich allerdings nicht dokumentiert.

Die Anlagennamen helfen nicht weiter. Hastenrath ist ein Eschweiler Stadtteil, Binsfeldhammer liegt im Indetal Richtung Stolberg, Roetgen und die Wehebachtalsperre liegen ganz außerhalb. Wer es genau wissen will, fragt beim Städtischen Wasserwerk nach der eigenen Adresse.

Woher kommt das Trinkwasser in Eschweiler?

Aus zwei Herkünften: Grundwasser aus 70 bis 125 Metern Tiefe und Talsperrenwasser aus der Eifel. Das Talsperrenwasser wird zugemischt, um den Kalkgehalt des Grundwassers zu senken.

Aufbereitet wird in vier Anlagen — Hastenrath, Binsfeldhammer, Roetgen und Wehebach. Roetgen und die Wehebachtalsperre liegen dabei außerhalb des Stadtgebiets, in der Eifel. Das Grundwasser schützt das Wasserschutzgebiet Hastenrather Graben, in dessen Zonen Bebauungen und Handlungen untersagt sind, die das Grundwasser verschmutzen könnten.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Eschweiler trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt — das ist in Eschweiler in allen vier Anlagen der Fall. Nitrat liegt zwischen 5,5 und 11,4 mg/l bei einem Grenzwert von 50 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, und kein Wasser aus der Warmwasserleitung verwenden. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Ist im Eschweiler Leitungswasser Chlor?

Dauerhaft gechlort wird deutsches Trinkwasser in der Regel nicht. Chlor wird zeitweise zugegeben, wenn mikrobiologische Befunde es erfordern, etwa nach einem Rohrbruch oder einer Reparatur am Netz. Der Grenzwert wird dabei eingehalten, und die Zugabe endet, sobald die Befunde wieder unauffällig sind.

Ob im Eschweiler Netz gerade desinfiziert wird, steht nicht auf dieser Seite, sondern beim Städtischen Wasserwerk und beim Gesundheitsamt. Wir aktualisieren Messwerte; laufende Ereignisse gehören dorthin, wo sie tagesaktuell gepflegt werden.

Warum stammen die Eschweiler Analysen von 2022?

Weil es die aktuellsten sind, die das Städtische Wasserwerk Eschweiler veröffentlicht. Die vier Berichte tragen Probenahmedaten vom 7., 14. und 22. Juni 2022 und umfassen je nach Anlage 44 bis 61 Parameter.

Für Härte und Mineralgehalt ist das unkritisch — sie ändern sich mit dem Untergrund, nicht mit dem Jahr. Arsen und PFAS sind in keiner der vier Analysen aufgeführt; wer aktuelle Werte dazu braucht, fragt beim Wasserwerk nach.