Trinkwasser in Rüsselsheim: Wasserhärte und Messwerte

Wasserhärte in Rüsselsheim am Main

19,526,2 °dH

hart · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Rüsselsheim am Main hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Rüsselsheim hat zwei Versorgungsgebiete mit unterschiedlicher Härte: 19,5 °dH im Osten, 26,2 °dH im Westen. Beide Werte liegen im Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14 °dH definiert.

Der Unterschied kommt von zwei Vorlieferanten. Im Westgebiet erreicht Chlorid mit 199 mg/l 80 Prozent des Indikatorwerts von 250 mg/l — ein Geschmacks- und Materialkriterium, kein Gesundheitswert.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

26,2°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 4,7. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

hart

Auf der Packung die Dosierung für „hart“ nehmen.

Kalk

sichtbar

In Wasserkocher, Kaffeemaschine und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Versorgungsgebiet Ost (Hessenwasser)
19,5
°dH · hart
Horlache, Haßloch-Nord, Alt-Haßloch, Dicker Busch I und II, Kolonie, Königstädten — beliefert über den Wasserbehälter Haßloch der Hessenwasser GmbH & Co. KG
Versorgungsgebiet West (Stadtwerke Mainz)
26,2
°dH · hart
Altstadt-West, Altstadt-Ost, Eichgrund, Rübgrund, Ramsee, Friedrich-Ebert-Siedlung, Hasengrund, Böllensee-Siedlung, Bauschheim, Berliner Viertel — Bezug von den Stadtwerken Mainz

Die Werte auf einen Blick

10

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

4

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Rüsselsheim am Main nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Wasserversorgung Rüsselsheim GmbH.

ParameterVersorgungsgebiet Ost (Hessenwasser)Versorgungsgebiet West (Stadtwerke Mainz) Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH19,526,2Mineralstoff
Calciummg/l110156,2Mineralstoff
Magnesiummg/l17,918,8Mineralstoff
Kaliummg/l2,173,9Mineralstoff
Natriummg/l17,177,3200 39 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l1,81,5650 4 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l72,9103,8250 42 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l33,4199250 80 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,417,336,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm71512542790 45 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l0,12<110 1 % des Grenzwerts
Kupfermg/l0,0083<0,0052 0 % des Grenzwerts
Nickelµg/l0,18<220 1 % des Grenzwerts
Uranµg/l0,410,6510 7 % des Grenzwerts
Arsenµg/l0,33<110 3 % des Grenzwerts

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Versorgungsgebiet Ost (Hessenwasser), 2. Halbjahr 2025 · Versorgungsgebiet West (Stadtwerke Mainz), 2. Halbjahr 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist

Für PFAS geben beide Analysen keinen Summenwert an; im Westgebiet liegen alle 26 geprüften Einzelstoffe unter der Bestimmungsgrenze. Trifluoressigsäure ist gesondert aufgeführt, im Westgebiet mit einer Spanne von 0,18 bis 0,49 µg/l.

Die Analyse zeigt, was gemessen wurde — nicht, was drin ist

Geprüft wird, was die Trinkwasserverordnung vorschreibt, und geliefert wird innerhalb dieser Grenzen — dafür steht die Stadtwerke Rüsselsheim. Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle trotzdem nicht: was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — und was gar nicht erst untersucht wird.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 15 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.

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Das Trinkwasser kommt aus dem Grundwasser der Ebene, und das gesamte Stadtgebiet gilt als Wasserschutzgebiet. Bemerkenswert ist trotzdem etwas anderes: Rüsselsheim hat kein einheitliches Leitungswasser. Die Stadt wird von zwei Seiten beliefert, von zwei verschiedenen Vorlieferanten, und die Grenze zwischen beiden Gebieten läuft mitten durch die Stadt. Zwischen dem Wasser in Königstädten und dem in Bauschheim liegen 6,7 Grad deutscher Härte, und beim Chlorid ist es der Faktor sechs.

Wasserkocher, Kaffeemaschine und Duschkopf brauchen dort ein deutlich kürzeres Intervall — wie man dabei vorgeht, steht in unseren Tipps zum Entkalken.

Woher der Unterschied zwischen Ost und West kommt

Er kommt nicht aus dem Rüsselsheimer Untergrund, sondern von zwei verschiedenen Lieferanten. Die Wasserversorgung Rüsselsheim GmbH verteilt Wasser, das sie selbst nicht gewinnt.

Der Osten hängt am Wasserbehälter Haßloch, der in den Einflussbereich der Hessenwasser GmbH & Co. KG fällt. Hessenwasser speist ihn aus mehreren Wasserwerken; im Behälter kommt also eine Mischung an.

Der Westen bezieht von den Stadtwerken Mainz. Deren Wasserwerk Hof Schönau liegt südlich von Rüsselsheim und fördert aus rund 50 Metern Tiefe — altes Grundwasser der Rheinebene, das lange im Untergrund gestanden und entsprechend viel gelöst hat. Dass die Mainzer Werke auch rechts des Rheins liefern, ist keine Rüsselsheimer Besonderheit; Bischofsheim, Ginsheim und Gustavsburg hängen ebenfalls daran. Wo unser Trinkwasser herkommt, richtet sich nach der Geografie des Grundwassers, nicht nach Stadt- oder Landesgrenzen.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Rüsselsheim am Main auf Rang 6 — härter als 97 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Rüsselsheim am Main · 26,2 °dH

Chlorid: 199 mg/l im Westgebiet

Wer aus dem Osten der Stadt in den Westen zieht, schmeckt den Unterschied eher als jemand, der ihn seit Jahren gewohnt ist — was man dagegen tun kann, hängt davon ab, woran der Geschmack tatsächlich liegt.

Ansonsten sind beide Analysen unauffällig, und beim Nitrat sogar auffällig unauffällig: 1,8 mg/l im Osten, 1,56 mg/l im Westen bei einem Grenzwert von 50 mg/l. Für eine dicht besiedelte, landwirtschaftlich genutzte Ebene sind das sehr niedrige Zahlen. Die beiden Untersuchungen umfassen 131 beziehungsweise 189 Parameter; Pestizide und PFAS liegen durchgängig unter der Bestimmungsgrenze.

Welches Wasser kommt an Ihrer Adresse an?

Für die meisten Stadtteile lässt sich das aus den Analysen des Versorgers ablesen — die Listen oben stehen genau so in den beiden PDFs. Was dort nicht steht, ist die Grenze im Detail. Wo zwei Versorgungsgebiete aneinanderstoßen, kommt an den Rändern erfahrungsgemäß Mischwasser an, und die Zuordnung einzelner Straßen oder Hausnummern geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht hervor.

Wer es adressgenau wissen will, findet die Zuordnung im Bürgerportal wasserqualitaet-online.de, das die Stadtwerke Rüsselsheim dafür anbieten. Ein zweiter Punkt: Die Übersichtsseite des Versorgers nennt für das Westgebiet 25,3 °dH. Das ist nicht falsch, sondern der niedrigste Wert einer Messreihe, die von 25,3 bis 27,6 °dH reicht. In unserer Tabelle steht mit 26,2 °dH der Mittelwert.

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Was 19,5 bis 26,2 °dH im Haushalt bedeuten

Die Verantwortung des Wasserversorgers endet am Hausanschluss. Was danach passiert, liegt beim Eigentümer oder Vermieter — und darüber kann keine Analyse eines Wasserwerks Auskunft geben. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen: All das entsteht hinter der Übergabestelle.

Praktisch heißt das drei Dinge:

  • Bei Verdacht auf Bleileitungen — in den Rüsselsheimer Nachkriegsvierteln unwahrscheinlich, in älterer Bausubstanz aber nicht ausgeschlossen — eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Für Bleileitungen in Altbauten ist eine eigene Analyse tatsächlich sinnvoll, weil die Versorgeranalyse dazu nichts sagen kann.

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Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorver­bindungen
  • Schwer­metalle
  • Mikro­plastik
  • Pestizide
  • Arzneimittel­rückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbest­fasern
  • Sand, Rost & Sedi­mente
  • Organische Ver­bindungen
  • Trübungen & Ver­färbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Rüsselsheim bedenkenlos trinken?

Ja. In beiden Rüsselsheimer Versorgungsgebieten werden die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten. Der höchste gemessene Wert im Verhältnis zu seinem Beurteilungsmaßstab ist Chlorid mit 199 mg/l im Westgebiet — das sind 80 Prozent des Indikatorwerts von 250 mg/l, und Indikatorwerte sind mit Geschmack und Materialverträglichkeit begründet, nicht mit Gesundheit.

Der übliche Vorbehalt gilt in Rüsselsheim wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss. Lassen Sie Wasser, das lange in der Leitung stand, kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Rüsselsheim?

19,5 °dH im Osten der Stadt und 26,2 °dH im Westen. Beide Werte liegen im Härtebereich hart, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz ab 14 °dH definiert. Einen im Netz oft genannten Rüsselsheimer Durchschnitt von 22,3 °dH gibt es in keiner Leitung.

Für die Waschmaschine ändert der Unterschied nichts, weil beide Gebiete in dieselbe Dosierstufe fallen. Für das Entkalken von Geräten schon: Im Westen fällt bei gleicher Wassermenge rund 40 Prozent mehr Kalk an.

Ist das Wasser in allen Rüsselsheimer Stadtteilen gleich?

Nein. Rüsselsheim hat zwei Versorgungsgebiete mit zwei verschiedenen Vorlieferanten. Zum Ostgebiet gehören Horlache, Haßloch-Nord, Alt-Haßloch, Dicker Busch I und II, Kolonie und Königstädten. Zum Westgebiet gehören Altstadt-West und Altstadt-Ost, Eichgrund, Rübgrund, Ramsee, Friedrich-Ebert-Siedlung, Hasengrund, Böllensee-Siedlung, Bauschheim und das Berliner Viertel.

Wo die beiden Netze aneinanderstoßen, kommt an den Rändern Mischwasser an. Straßen- und hausnummerngenau lässt sich die Zuordnung über das Bürgerportal wasserqualitaet-online.de abfragen.

Woher kommt das Trinkwasser in Rüsselsheim?

Aus zwei Richtungen. Das Ostgebiet hängt am Wasserbehälter Haßloch, den die Hessenwasser GmbH & Co. KG aus mehreren Wasserwerken speist — dort kommt also eine Mischung an. Das Westgebiet bezieht von den Stadtwerken Mainz, deren Wasserwerk Hof Schönau südlich der Stadt aus rund 50 Metern Tiefe fördert.

Gewonnen wird in beiden Fällen Grundwasser, kein Mainwasser. Das gesamte Rüsselsheimer Stadtgebiet ist als Wasserschutzgebiet ausgewiesen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Rüsselsheim trinken?

Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Leitungswasser geeignet, wenn es die Trinkwasserverordnung erfüllt — das ist in beiden Rüsselsheimer Gebieten der Fall. Der Nitratwert ist mit 1,8 mg/l im Osten und 1,56 mg/l im Westen ungewöhnlich niedrig, der Grenzwert liegt bei 50 mg/l.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.

Warum schmeckt das Rüsselsheimer Wasser je nach Stadtteil anders?

Weil zwei verschiedene Grundwässer im Netz sind. Das Wasser im Westen ist mit 1254 µS/cm fast doppelt so stark mineralisiert wie das im Osten mit 715 µS/cm, und es enthält 199 statt 33,4 mg/l Chlorid sowie 77,3 statt 17,1 mg/l Natrium.

Das nimmt man als kräftigeren, mineralischen Eindruck wahr. Auffällig ist es vor allem für Menschen, die innerhalb der Stadt umziehen oder Besuch aus dem anderen Stadtteil bekommen — wer den Geschmack seit Jahren gewohnt ist, bemerkt ihn kaum.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Rüsselsheim?

An den Entstördienst Trinkwasser der Stadtwerke Rüsselsheim, erreichbar unter 06142 500-510 oder 0800 878 1 878. Dieselbe Stelle nimmt Meldungen zu Verstopfungen im Abwassernetz und zu Druckentwässerungsanlagen entgegen.

Zuständig ist der Versorger für das Netz bis zum Hausanschluss. Bei braunem oder trübem Wasser nach Bauarbeiten in der Straße lohnt der Anruf immer; bei Problemen, die nur an einer einzelnen Zapfstelle auftreten, liegt die Ursache dagegen meist in der Hausinstallation und damit beim Eigentümer.